Gramuselchen
Liebe Frau Welter,
vielen Dank das Sie sich die Zeit nehmen, um meine Frage zu beantworten.
Meine Tochter ist fast 8 Monate isst auch schon Beikost, das Stillen deckt jedoch immer noch die Hauptmahlzeiten zum größten Teil ab.
Jedoch habe ich jetzt seit nun fast zwei Monaten das Problem, dass ich ständig „auslaufe“.
Ich versuche das mal anhand eines Beispiels zu veranschaulichen:
Brust A wird gerade bestillt. Und Brust B läuft so stark aus, dass du ein mehrfach gefaltetes Mulltuch die Milchmenge nicht aufsaugen kann. Es spritzt richtig aus der Brust heraus, als würde diese gerade stillen.
Brust B wurde aber bereits für die Stillmahlzeit zuvor bestillt.
Ich habe schon immer nur jeweils eine Brust pro Mahlzeit angeboten, hatte immer schon viel Milch und einen ausgeprägten Milchspendereflex. Doch plötzlich ist es wie gesagt deutlich stärker geworden und belastet mich sehr. Ich habe eine sehr große Oberweite, weshalb ich in der Öffentlichkeit eh immer schon ungern stille. Doch jetzt ist es für mich quasi unmöglich geworden. Ich habe anfangs immer mit Still-BH geschlafen. Um den vierten Monat hatte sich die Milchmenge usw. alles soweit angepasst, dass ich nachts auf den Still-BH inkl. Einlagen verzichten konnte. Meine BHs haben extra kleine Fächer für die Einlagen. Nun sind die Einlagen nicht mehr ausreichend und ich muss mir zusätzlich noch Mulltücher in den BH stopfen.
Abstillen ist für mich keine Option, da meine Tochter dafür zu schlecht die Beikost annimmt und wir es Beide eigentlich schon noch genießen.
Was kann ich tun? Wodurch kann dieses Problem plötzlich auftreten? Ich dachte erst, es liegt an der Beikost und dass sich meine Brüste erst anpassen müssen. Allerdings isst sie so wenig, dass wir noch immer keine Stillmahlzeit ersetzen könnten.
Viele Grüße und einen schönen Start in die Woche, Gramuselchen
Liebe Gramuselchen, auslaufende Milch ist ein Problem, das recht weit verbreitet ist und das sich in der Regel mit zunehmendem Alter des Kindes von alleine löst, da sich das Auslaufen mit der Zeit in den meisten Fällen immer weiter verringert. Allerdings gibt es keine Garantie, was Du ja gerade selbst erlebst. Um nicht immer in einer Überschwemmung zu enden, empfehlen sich hoch aufsaugende Stilleinlagen und nachts im Bett eventuell Stoffwindeln im BH und ein dickes Badetuch als Unterlage und Schutz für die Bettwäsche. Manchmal wird zu sogenannten Milchauffangschalen geraten, aber diese tragen sehr auf, können zu Stauungsproblemen führen (vor allem, wenn sich die Frau im Schlaf darauf legt) und beim Bücken oder einer schnellen Bewegung kann die darin gesammelte Milch herausschwappen. Die Milch, die sich in diesen Schalen sammelt, darf übrigens nicht verfüttert werden. Vielleicht helfen sie Dir allerdings tagsüber. Lieben Gruß Biggi
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