Mariana2315
Liebe Biggi, ich wende mich an dich, weil ich seit Längerem mit einem zu starken Milchspendereflex kämpfe und seit einigen Tagen das Gefühl habe, dass wir mittlerweile eher Rückschritte statt Fortschritte machen und meine Tochter bereits 11 Wochen alt ist. Ich habe bereits einiges versucht um es unter Kontrolle zu bringen, leider mit nur mäßigem Erfolg. Bergaufstillen oder Liegendstillen klappt selten und wenn, dann spritzt es trotzdem. Ausstreichen vorab bringt nur wenig, da es auch dann trotzdem noch ewig weiterspritzt. Blockstillen macht auch kaum Unterschied, wobei ich auch bezweifle dass ich wirklich viel zu viel Milch habe, denn abends sind beide Brüste weich und leergezutzelt, aber tagsüber halt nicht. In ein Tuch spritzen dauert meiner Tochter zu lange, da wird sie erst recht fuchsteufelswild, also geb ich ihr die losgelassen Brustwarze gleich wieder zurück, während sie ihr noch ins Gesicht spritzt. Die linke Brust ist viel schlimmer als rechts. Dort ist es zum Glück eher nur ein Rauslaufen statt Spritzen, wenn dann. Und mit der Brust schläft sie auch ab und zu ein. An der linken Brust jedoch hört mein Baby nach paar Sekunden bis Minuten gequältem Trinken, schätze erst beim 2. (oder 3.?) Milchspendereflex meist auf (wenn die Brust sich noch relativ voll anfühlt) und will dann auch nicht wieder andocken. Stattdessen ist sie dann auch oft extrem aufgebracht, muss viel und scheinbar schmerzhaft Aufstoßen, und nur mit viel Aufwand wieder zu beruhigen. Man kann ihr auch nachmittags Beruhigen nicht mal mehr die rechte Brust geben, weil sie so keinen Bock mehr hat. Das zehrt sehr an meinen Nerven, ich hab Angst vor dem Stillen, wenn die linke Brust wieder dran ist, weil ich Angst vor ihrem Weinen habe. Und ich habe das Gefühl ihr etwas Schlechtes zu tun statt sie zu beruhigen und die Nähe genießen zu können. Nachts funktioniert es viel besser. Deswegen Versuche ich ihr die linke Brust nur dann zu geben, wenn sie grade aufwacht, noch schläfrig ist, aber das ist irgendwie immer seltener. Auch werden die Mahlzeiten seltener irgendwie, von ca. 18 auf vielleicht 14 Mal in 24h, und auch das scheint das Problem zu verschärfen. Denn wenn ich ihr die Brust wieder öfter anbiete (ohne Hungerzeichen), schreit sie jetzt auch mal, wenn sie sie nur sieht, und beruhigt sich dann auch nicht mehr so schnell. Evtl. ist die Einnahme meines Antidepressivums schuld, ich weiß es nicht, aber ich kann darauf nicht verzichten. Ich nehme schon länger Mambiotic. Glaubst du, das verschlimmert das Problem? Seitdem habe ich halt fast keine Schmerzen mehr in den Brüsten . Hast du noch eine Idee, was ich tun kann? Habe auf Still-Lexikon.de gelesen man könne eine breast press machen, also mit der flachen Hand beim Stillen Milchkanäle abdrücken? Ich kann mir nicht ganz vorstellen wie ich das machen soll, wo genau drückt man da dann wann? Soll ich Stillhütchen versuchen? Kann ich mit vorab kühlen irgendwas erreichen? Kann es noch sein, dass es von alleine wieder besser wird? Wenn nicht, sollte ich vielleicht doch früher abstillen als ich wollte, weil ich meine Tochter so nur unglücklich mache? Oder ist das Stillen auch so noch die bessere Lösung? Kann ich evtl. nur noch rechts stillen und den Rest mit Pre zufüttern oder funktioniert das nicht? LG, Marie
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