Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Zu viel Milch linke Brust

Frage: Zu viel Milch linke Brust

HannaH

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Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt und Muttermilch mit der Flasche zugefüttert, weil sie etwas langsam zugenommen hat. Das haben wir aber in Woche 3/4 beendet und ich pumpe schon mehrere Wochen nicht mehr ab. Ich stille etwa 8 Mal am Tag, nachts alle 4-5 Stunden tagsüber alle 2-3 Stunden und dann immer beide Brüste. Und dann im Wechsel, einmal zuerst die rechte und dann beim nächsten Mal zuerst die linke Brust.  Wenn sie die linke Brust als zweite Brust bekommt, dann scheint sie das du überfordern. Ihr läuft die Milch auf dem Mundwinkel, sie trinkt kurz, löst sich von der Brust, schreit und trinkt dann wieder kurz und ist frustriert. Wenn ich mich zurücklehne und vorher etwas Milch rausstreiche, hilft das etwas. Manchmal spukt sie aber danach.  Wenn sie die linke, volle Brust zuerst bekommt, dann trinkt sie sie ganz normal ohne Probleme.  Nach einer längeren Stillpause - also vor allem am Vormittag - ist die linke Brust dann auch ziemlich prall, sodass ich etwas Sorge vor einem Milchstau habe. Den hatte ich schonmal auf der anderen Seite. Was kann ich tun, damit sich die Milchproduktion wieder reduziert, damit sie nicht mehr so frustriert ist und ich einen Milchstau verhindern kann. Oder wird sich das von alleine regulieren? Habe auch Sorge durch ein häufigeres Anlegen die Milchproduktion eher anzuregen. Wenn ich sie nachts häufiger zum Trinken wecke, dann trinkt sie auch kaum, weil sie schläft. Vielen Dank und viele Grüße!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe HannaH, fast bei jeder Frau gibt es mehr oder wenige deutlich ausgeprägte Unterschiede zwischen beiden Brüsten. Es gibt z.B. Frauen, die auf einer Seite eine Hohlwarze und auf der anderen Seite eine normal ausgebildete Brustwarze haben. Und beinahe jede Frau bemerkt, dass eine Brust besser "läuft" als die andere. Die meisten Babys haben eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Du kannst versuchen durch gezieltes Anlegen einen Ausgleich zu schaffen, doch es gibt keine Garantie dafür, dass du diesen Ausgleich erreichen wirst. Im Moment machst du alles richtig, wenn du einfach etwas Milch ausstreichst, so wird der starke Reflex etwas gebremst. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (leg dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergiss nicht den Saugschluss zu lösen) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen". Dazu hältst du dein Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als deine Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnst du dich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützt du dein Baby von unten mit zwei Kissen in deinem Schoß und lehnst dich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Wenn das gar nicht klappt, stille im Liegen. Weitere Möglichkeiten einem starken Milchspendereflex zu begegnen sind: erhöhe die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn du die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößerst, verschlimmert sich das Problem noch weiter. Melde dich doch bitte wieder, ob die Tipps helfen! Lieben Gruß Biggi


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