Sasi1998
Guten Tag, Und zwar geht es um meine 15 Wochen alte Tochter. Aktuell schreit sie die Brust öfter an, wenn ich sie stillen will. Den Schnuller bekommt sie nur selten und hat die letzten 2- Wochen kein Problem dargestellt. Sie trinkt aktuell am besten im Halbschlaf. Oft dockt sie an und fängt richtig doll an zu weinen, so als ob ihr was weh tun würde. Es dauert auch immer eine ganze Weile bis sie sich durch mich beruhigt. Es fühlt sich nicht wie eine Saugverwirrung an. Denn wenn sie trinkt, trinkt sie sehr gut und das auch an die 10/11 mal am Tag. Könnte das die Brustschimpfphase sein?
Liebe Sasi1998, auch wenn du sagst, dass deine Tochter gut mit dem Schnuller zurecht kommt, würde ich dir gerne raten, einmal darauf zu verzichten. Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Magst du mal schauen, ob sich die Situation verbessert, wenn du auf den Schnuller verzichtest? Meist gibt es irgendeinen Auslöser für das unruhige Verhalten der Kleinen, doch der ist nicht immer leicht zu identifizieren. Vielleicht war irgend etwas am Wochenende, oder stehst du selbst gerade mehr unter Strom, hast Sorgen oder "Stress"? Unsere Kleinen haben sehr sensible Antennen für unsere Stimmungen und reagieren auch ganz empfindlich darauf. Hast du mal geschaut, ob es eine Stillberaterin in deiner Nähe gibt?? Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du jemanden erreichst oder sich die Situation wieder entspannt, helfen hoffentlich auch diese Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Magst du die Tipps mal ausprobieren? Liebe Grüße Biggi
Sasi1998
Hallo, erst mal vielen Dank für die ganzen Informationen. Tatsächlich ist es so, dass wir am Samstag auf einem Geburtstag waren. Dort war sie natürlich bei vielen Familienmitgliedern, die sie jetzt auch schon mehrere Wochen nicht mehr gesehen hat. Das wäre jetzt tatsächlich der einzige Grund, weshalb sie unruhig sein könnte. Tatsächlich ist mir aber auch aufgefallen, dass sie allgemein ja die Umwelt sehr erkundet und deshalb an der Brust auch nicht immer so aufmerksam ist. Also d.h. sie schaut viel rum und interessiert sich dann eher für andere Dinge und ich hab dann eher das Gefühl, dass sie aktuell eher die Brust anschreit, weil sie dann vielleicht alles verarbeitet oder ihr das in dem momentan auch einfach zu viel ist