Hallo, mein 8 Monate altes Kind stille ich nach Bedarf, außerdem bekommt er seit ca. zwei Monaten Beikost. Er isst mal mehr mal weniger. Im groben machen wir BLW, aber es gibt auch mal mit dem Löffel etwas von meinem Müsli ab und kleine Obststücke, die er noch nicht gut greifen kann, füttern wir ihm, wenn er möchte. Wir fahren hier also einen relativ undogmatischen Ansatz. Er bekommt immer etwas angeboten, wenn wir selbst essen, so dass er immer dabei sein kann. Wir machen das so damit Essen etwas schönes für ihn ist/wird. Dabei geht allerdings nachwievor nicht besonders viel rein. Außerdem bieten wir ihm seit ca. 2 Wochen immer wieder Wasser an, da trinkt er über den Tag bisher höchstens 80 ml.  Bisher habe ich mir darüber kaum Sorgen gemacht. So ist eben seine Entwicklung und wenn er soweit ist, wird er schon mehr essen. Ich stille ihn weiterhin nach Bedarf.  Er hat schon früh stark zugenommen und aber die Kurve ist immerhin schon etwas abgeflacht. Er wiegt aktuell 16,7 kg. Auch ich und meine Geschwister waren schwere Kinder, allerdings übertrifft er uns alle. Er rollt sich und robbt mittlerweile, krabbeln kann er noch nicht.  Letzte Woche waren wir bei der Kinderärztin (nicht die bei der wir sonst sind), die nach eigener Aussage erschrocken ist und um seine Gesundheit besorgt, weil er so dick ist. Sie hat mir Druck gemacht, dass eine sofortige Ernährungsumstellung (Wasser und Brei) nötig ist und ich drastisch weniger stillen soll (wenn möglich nur noch nachts und das auch nur damit die Nächte für mich entspannter bleiben). Mein Wissensstand ist, dass man mit Stillen nichts falsch machen kann und auch mehr Gewicht bei Stillkindern unproblematisch ist. Ich wüsste auch nicht wirklich wie ich ihn dazu bringen sollte mehr zu essen, ich kann ihn schlecht zwingen. Brei füttern haben wir am Anfang probiert, da nimmt er höchstens drei Löffel und dann ist der Löffel interessanter.  Jetzt bin ich aber verunsichert ob wir der Spezialfall sind wo das Gewicht eben doch zu viel ist. Gibt es das? Die Ärztin meinte man könne eben doch auch beim Stillen etwas falsch machen. Ihre Aussagen widersprechen allem was ich gelesen habe und auch meiner Intuition, aber als Ärztin hat sie natürlich trotzdem eine gewisse Autorität.  Kann man in Ausnahmefällen tatsächlich mit Stillen nach Bedarf im 1. Lebensjahr etwas falsch machen?