susannsche
Hallo, meine Tochter ist seit gestern acht Wochen alt und scheint unersĂ€ttlich zu sein. Sie ist ein absolutes Flaschenkind, da sie die Brust absolut verweigert und ich unter anderem auch höllische Schmerzen hatte, wenn sie doch mal gesaugt hatte. Jetzt bekommt sie abgepumpte Muttermilch und Prenahrung. Sie hat einen sehr groĂen Hunger und kam den einen Tag auf eine absolute Trinkmenge von 1000 ml. Der Kinderarzt meinte, dass wir die Mahlzeiten auf 125 ml beschrĂ€nken sollen und den Rest mit Tee aufstocken sollen. Allerdings sind wir gegenĂŒber Tee sehr skeptisch eingestellt,da das den Elektrolythaushalt durcheinander bringen kann und sonst die Natur das ja auch eingerichtet hĂ€tte, dass die BrĂŒste Tee produzieren. Wir möchten auch ungern auf eine 1er umsteigen. Zur Zeit versuchen wir es, ihr 150 ml zu geben und feste Zeiten einzurichten. Mit geregelten Mahlzeiten und Essensmengen war ein Vorschlag einer Hebamme. Unsere Maus hat danach meistens aber noch groĂen Hunger. Wir sind da echt ratlos, wie wir damit umgehen sollen. Danke fĂŒr Ihre Hilfe. Mit freundlichen GrĂŒĂen, Susanne
Annelie Last
Liebe Susanne, da gebe ich Ihnen Recht ein so junges Baby braucht eigentlich zusĂ€tzlich zu Milch nichts anderes. Die gĂŒltige Empfehlung fĂŒhrender Institutionen lautet, dass voll gestillte oder mit SĂ€uglingsmilchnahrung ernĂ€hrte Kinder neben Milch keine zusĂ€tzliche FlĂŒssigkeit benötigen. Nur in AusnahmefĂ€llen ist eine zusĂ€tzliche FlĂŒssigkeitsgabe notwendig: Wenn ein Baby stark schwitzt, z. B. an heiĂen Tagen oder bei fiebrigen Erkrankungen, bei Durchfall oder Erbrechen. Ein Baby braucht die ersten Monate schlicht und einfach nur eine Milch. Entweder es wird gestillt und/oder MilchflĂ€schchen gefĂŒttert. Mit diesen Milchen bekommt ein Baby alles was es braucht, Bleiben Sie am besten bei dieser Empfehlung, bei der Sie auch das bessere BauchgefĂŒhl haben, geben Sie Ihrem MĂ€dchen âeinfach nurâ die Milch ganz nach ihrem Bedarf, das heiĂt so viel und so oft Ihr kleiner Schatz es möchte. Und ich weiĂ, dass diese Aussage â1000 ml Milch und ja nicht mehr!â, sehr in den Köpfen verankert ist. Die 1000 ml sind so eine ungefĂ€hre Marke, an der man sich orientieren kann. Aber es gibt auch Kinder, die liegen drĂŒber und alles ist bestens. So pauschal lĂ€sst sich das also nicht sagen. Ich möchte Sie in Ihrem Muttersein bestĂ€rken. Sie dĂŒrfen ruhig auf Ihr Baby vertrauen. Es holt sich das, was es braucht. Solange Ihr Schatz mit den Mengen gut klar kommt, sollten Sie sie auf jeden Fall weiterhin nach ihrem Bedarf fĂŒttern, sie braucht nicht hungrig zu meckern. Das muss nicht sein. Zudem kann es EntwicklungsschĂŒbe oder Phasen geben, in denen der Bedarf ansteigt und auch wieder fĂ€llt. Das pendelt sich meist wieder ein. Liegt ein Baby aber dauerhaft sehr deutlich ĂŒber den 1000 ml, dann kann das die Verdauung und auch die Nieren belasten, auch ist der Magen eines SĂ€uglings noch sehr klein, dann sollte gegengesteuert werden. Das sehe ich auch so. Trinkt Ihr MĂ€dchen schon lĂ€nger so viel? Haben Sie das GefĂŒhl es wird eher mehr als weniger Milch? Dann wĂŒrde ich einen Wechsel zu 1er-Milch empfehlen. Die 1er-Milch enthĂ€lt leichtverdauliche StĂ€rke, wodurch die Nahrung sĂ€miger wird. Die Nahrung verweilt dadurch etwas lĂ€nger im Magen-Darm-Trakt und wird von vielen Eltern deshalb als "sĂ€ttigender" beschrieben. Ich denke so wird die Trinkmenge geringer werden bzw. die TrinkabstĂ€nde lĂ€nger. Sie können beide Nahrungen auch miteinander kombinieren. Also einige Flaschen Pre-Milch, einige mit 1er. Ganz an die BedĂŒrfnisse Ihres MĂ€dchens angepasst. Sie schrieben: âWir möchten auch ungern auf eine 1er umsteigen.â. Warum? Haben Sie Angst? Es wĂ€re nicht schlimm, wenn Sie eine 1er-Milch verwenden wĂŒrden. Es hĂ€lt sich zwar nach wie vor hartnĂ€ckig deren schlechter Ruf, weil die darin enthaltene StĂ€rke angeblich dick machen wĂŒrde. Das stimmt jedoch nicht. Pre und 1er unterscheiden sich kaum von den Kalorien. Die 1er ist schlichtweg etwas sĂ€miger. Viele GrĂŒĂe und ein schönes Wochenende fĂŒr Sie und Ihre Familie, Annelie Last
susannsche
Vielen Dank fĂŒr die ausfĂŒhrliche Antwort. Meine Kleine trinkt hin und wieder so viel. 1000 ml hat sie aber bisher zum GlĂŒck nur zwei Mal erreicht. Sie scheint kein SĂ€ttigungsgefĂŒhl zu haben, muss das immer selber einschĂ€tzen, sonst saugt sie, solange die Flasche da ist. Wie kann ich feststellen, dass sie satt ist? Sie lĂ€sst auch sehr lange auf ein BĂ€uerchen warten und verlangt kurz danach wieder was. Der Kinderarzt ist der Ăberzeugung, dass der Magen maximal 150 ml aufnimmt und wir unsere Maus an eine minimale Trinkmenge gewöhnen sollen. Er meint zudem, dass man sehr wohl mit Prenahrung ĂŒberfĂŒttern kann. Ich lese bzw. höre aber immer wieder gegenteilige Meinung, dass dieses mit Prenahrung nicht möglich ist. Gibt es dennoch einen Mittelwert bzw. Maximalwert wieviel ein 8+3 Wochen altes Baby zu sich nehmen darf ? Ich bin damit echt ĂŒberfragt. Lg, Susanne
Annelie Last
Liebe Susanne, vertrauen Sie einfach Ihrem MĂ€dchen. Wie beim Stillen können Sie Ihrer Kleinen so viel Pre und auch 1er Milch geben, wie sie mag. Beim FlĂ€schchen geben, wird hĂ€ufig einfach zu viel gerne gerechnet und verglichen, das könnten Sie beim Stillen gar nicht und wĂŒrden einfach warten bis Ihr MĂ€dchen aufhört zu saugen und nur noch nuckelt. âHungernâ sollte Ihr MĂ€dchen nie. Sie hat ja bisher nur zweimal 1000ml geschafft, dann ist doch alles in bester Ordnung und Sie mĂŒssen sich wirklich keine Gedanken machen. Auch ist das ja nur eine ungefĂ€hre Marke. Es gibt auch noch die Faustregel: im Durchschnitt trinkt ein Baby innerhalb von 24 Stunden ca. die Menge Milch, die 1/6 seines Körpergewichtes entspricht. Und es gibt Kinder, die liegen ĂŒber den 1000ml und ĂŒber dem Sechstel und alles ist bestens. Die Trinkmenge kann pro FlĂ€schchen individuell sehr unterschiedlich sein. Auf Ihrer Milchpackung finden Sie ein paar Richtwerte. Die Empfohlene Trinkmenge und die Anzahl der FlĂ€schchen pro Tag sind aber nur Orientierungswerte. Auf unserem Karton der âHiPP PRE BIO CombiotikÂźâ finden Sie die z.B. fĂŒr ein 7 bis 8 Wochen altes Baby eine Trinkmenge von 170ml und fĂŒr Baby vom 3. bis 4 Monat (so wie Ihr MĂ€dchen in ein paar Tagen) die Angabe 200ml. Schauen Sie mal hier: http://www.hipp.de/fileadmin/redakteure/produkt/artikel_pdf/2060.pdf . Sie schreiben: âSie scheint kein SĂ€ttigungsgefĂŒhl zu haben, muss das immer selber einschĂ€tzen, sonst saugt sie, solange die Flasche da ist. Wie kann ich feststellen, dass sie satt ist? Sie lĂ€sst auch sehr lange auf ein BĂ€uerchen warten und verlangt kurz danach wieder was.â Bitten Sie doch einmal Ihre Hebamme Ihnen beim FĂŒttern ĂŒber sie Schulter zu schauen. Trinkt Ihr MĂ€dchen wirklich die ganze Zeit oder nuckelt Ihre Kleine zum Schluss ânur nochâ, dann macht es vielleicht Sinn die Mahlzeit etwas frĂŒher (vielleicht mit einem Nuckel) zu beenden. Trinkt Ihr MĂ€dchen womöglich zu schnell? Schauen Sie mal, ob nicht zu viel Milch aus dem Sauger kommt: bei umgekehrter Flasche sollte ein Tropfen pro Sekunde flieĂen. Sonst flieĂt die Milch zu schnell. Herzliche GrĂŒĂe aus Pfaffenhofen, Annelie Last
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