Anni1996
Ich möchte hier einmal meinen Fall darlegen und benötige eine Einschätzung. Mein Sohn kam vor 4 Monaten auf die Welt. Bereits im Krankenhaus gab es während/nach dee Geburt Probleme. 27h Wehen, Geburtsstillstand, Stress düf Mama und Kind, Kaiserschnitt. Danach wurde er mir auch falsch angelegt, er saugte bestimmt 1h neben der Brustwarze ohne das es jemanden interessierte. Ich war noch völlig weg von der Anästhesie. Wunde Brust und ein Hämatom waren die Folge. Danach keine Hilfe zum Stillen oder Anleitung. Ich legte ihn permanent an. Tag und Nacht. 4 Wochen Clustern. Und 4 Wochen ein Baby was vor Hunger schreit. Nach 2,5 Wochen kam endlich der Milcheinschuss, die Milch wurde deutlich mehr, durch das Clustern. Schmerzen beim Stillen, entzündete und volle Brust trotz stillen. Stillberatung (2x), Osteopathie und Logopädie. Alles ohne Erfolg. Also am Ende Flaschenfütterung (Philips Avent Natural Response) und abmupen, da er schon abnahm. Teilweise dann auch Pre, da meine Milch dann doch zurück ging. Die Aventflaschen haben zumindest geholfen seine Saugkraft zu trainieren. Da haperte es nämlich auch. Am Anfang dauerten Fütterungen 1h aufwärts. Ständiges Einschlafen, keine Kraft. Irgendwann wurde es besser, er nahm zu, alles gut. Aber es war nie super. Phasenweise trank er richtig gut, dann wieder Wochenlang Stress, Frust, etc. an der Flasche. Seit dem 3. Monat war dann jede Fütterung ein Kampf. Wir hatten 1-2 Wochen wo es super lief. Er trank plötzlich in einer vernünftigen Zeit, trank plötzluch zw. 120-160ml. Also auch große Mahlzeiten, teilweise waren 160ml unser Standart pro Mahlzeit (er wiegt jetzt 6,4kg). Dann wurde es wieder schlechter. Teilweise richtig verweigernd. Viel Kraft war nötig beim Trinken, Frust, Luft ziehen, Blähungen. Also sind wir zu einer Spezialistin (Zahnärztin). Das Zungenband musste mit 4 Ansätzen gelasert werden, da es so fest und Straff war. Niemand hat es zuvor bemerkt. Das war vor 2 Wochen. Wir machen weiterhin Logopädie, aber hauptsächlich Übungen zu Hause. Erfolge ? Leider nein. Frust bei jeder Mahlzeit, auch bei uns, weil wir dieses Theater schon Monate mit machen. Etliche Flaschen probiert...nichts anders. Seit einer Woche, wo es jetzt so warm wurde, ist die größte Mahlzeit (mit Glück) 100ml (50-90ml sind Standart). Nachts trinkt er im Halbschlaf durchaus besser und größere Mahlzeiten. Er schafft es ja tagsüber nicht sich die Mengen die er braucht einzuverleiben, daher holt er sich die Nachts ein. Schläft er mal einen längeren Block Nachts und lässt eine Mahlzeit aus, holt er sich die nicht wieder ein tagsüber. Und er hat dann auch nicht früher Hunger, obwohl die Mengen so klein sind. Die Abstände sind zw. 3-4h. Zudem zeigt er auch keine typischen Hungerzeichen, wie Suchen, an den Fäusten lutschen (das machen sie in dem Alter ja sowieso ständig), o.Ä. Er wird quängelig und dann gehen wir alles durch...Nähe, Windel, etc. wenn nichts davon hilft, bieten wir ihm die Flasche an. Es ist teilweise einfach nur raten...langsam macht man sich da richtig sorgen. Wir kommen in letzter Zeit selten über 600ml oder 700ml Tagesmenge. Und wieder kann uns niemand helfen, oder beantworten wie normal das gerade ist. Er streikt dann auch richtig an der Flasche. Er dreht den Kopf hin und her, dockt ständig ab und verweigert das Trinken durch weinen. Wir belassen es dann dabei, aber dieser Frust überträgt sich ja mittlerweile auch. Haben sich diese anstrengenden und stressigen Fütterungen jetzt so stark etabliert, dass er da keine Lust hat? Leider ist die Hilfe für uns immer nur begrenzt. Beim Stillen könnten wir überall Hilfe finden, aber für eine. adäquate Flaschenfütterung gibt es keine Hilfsangebote. Hätte ich die Kraft und die psychische Stabilität, würde ich wieder anfangen mit Stillen. Aber da mich das seit Monaten so fertig macht, wenn das Baby bei jeder Mahlzeit weint und wir eine unfassbar schlimme Stillbeziehung hatten, möchte ich einfach nur endlich Ruhe und Frieden beim Füttern.
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