KyraMarc
Hallo, meine Tochter ist 18 Monate alt und ich gebe ihr seit 1,5 Wochen Beikost in Form von Karottenbrei. Abends bekommt sie noch ein paar Löffelchen Gemüseallerlei. Seit 3 Tagen hat sie nun immer wieder Bauchkrämpfe. Ich habe seit gestern schon den Abendbrei weggelassen. Soll ich den die Beikost ganz auslassen und später nochmal neu starten? Vielleicht ist das alles noch zu früh und ihr Magen und Darm ist noch nicht bereit für Beikost? VG
Anke Claus
Liebe „Kierta“, üblicherweise wird frühestens nach vier Monaten (etwa mit 17 Wochen, da ein Monat etwas mehr als 4 Wochen hat) das Zufüttern von Beikost empfohlen. Auf ein paar Tage hin oder her kommt es dabei aber nicht an. Der günstige Zeitpunkt für den Beginn der Beikostfütterung ist allgemein der Zeitraum nach dem vollendeten 4. bis 6. Lebensmonat, auch hinsichtlich möglicher Allergien. Die Entscheidung zum Beikostbeginn sollte sich letztlich immer am einzelnen Kind orientieren. Folgende Signale helfen bei der Entscheidung, wann mit Beikost begonnen wird: * Das Kind ist mindestens vier Monate alt * Das Kind kann das Köpfchen alleine halten * Mit etwas Unterstützung kann Ihr Baby selbst sitzen * Es ist an der neuen Nahrungsform - Beikost vom Löffel - interessiert und in der Lage, die Nahrung vom Löffel aufzunehmen Wichtig ist letztendlich, dass Ihr Baby also reif dafür ist. Üblicherweise gibt der Kinderarzt grünes Licht, da er die Reife des Kindes am besten einschätzen kann. Wenn bei Ihrer Kleinen das der Fall ist, haben Sie alles richtig gemacht. Der Brei ist für den Darm Ihre Kleinen noch ganz ungewohnt, da kann es anfangs schon mal zu Bauchgrummeln kommen. Bisher kannte das kleine Bäuchlein nur die Milch. Meist gewöhnen sich die Kleinen aber schnell an die neue Kost und das Darmgeschehen spielt sich wieder ein. Bleiben Sie zunächst nur bei dem Mittagsbrei. Wenn dieser mal komplett (ganze Portion eines Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breies) eingeführt ist, können Sie auch am Abend starten. Grob sagt man eine neue Beikostmahlzeit pro Monat. Eine entspannte Bauchmassage kann oft Wunder wirken. Wenn Ihre Kleine es zulässt und auch genießen kann, ganz sanft auf dem Bäuchlein Ihres Kindes ein paar Minuten lang mit Ihrem Zeige- und Mittelfinger behutsam im Uhrzeigersinn kleine Kreise ziehen. Dabei können Sie z.B. Fenchelöl bzw. Vier-Winde-Öl nutzen, diese entspannen das Bäuchlein. Gehen Sie ganz nach Ihrem mütterlichem Bauchgefühl. Sie haben keine Eile und können auch noch einmal eine Pause machen und nach ein paar Tagen erneut mit den Breien starten. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Kleinen viel Freude mit den Breien und ein schönes Osterfest! Herzliche Grüße Anke Claus
Andrea6
Sicher meinst du 18 Wochen.... Und ja: das ist sehr früh. Beikost darf erst ab 17 Wochen beworben werden, das ist ein Kompromiß zwischen den Herstellern und dem Gesetzgeber; erstere würden diese gerne noch deutlich früher bewerben. Wenn das Baby sitzen kann, nach Essen greift, es in den Mund steckt und verzehrt ist es reif für Beikost. Manchmal geschieht das mit 5 Monaten, häufiger deutlich später. Bis dahin solltest du weiter ausschließlich stillen.
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