Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Trotz ohne Ende

Frage: Trotz ohne Ende

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Hallo Frau Schuster, mein Sohn wird Ende dieser woche 3 Jahre alt. Er war schon immer sehr aktiv und mobil. Seine Trotzphase scheint mir daher besonders ausgeprägt, erstrecht seit andere Mütter mir ständig sagen, daß es sowas bei ihren Kindern nicht gab. Egal was ich ihm sage, ich bekomme ein NEIN als Antwort und zwar in einer Lautstärke, das es das ganze Haus mitanhören kann. Wenn er etwas haben will oder etwas machen will wo ich absolut dagegen bin, dann schreit er mich oder wer gerade da ist, regelrecht an und brüllt immer "Türlich" (natürlich) Er steigert sich dann manchmal derart in seine Wut das er richtig rot wird und dann fängt er auch noch an zu weinen und tobt. Es kommt sogar oft vor, daß er aus Wut weil er nicht bekommt was er will, anfängt zu hauen oder zu beißen. Erst gestern hat er seinen Papa in die Hand gebissen, weil er eben noch länger auf dem Spielplatz bleiben wollte, wir aber gehen mußten. Mein Mann nahm ihn an die Hand und wir wollten gehen, da biß er unter Toben in die Hand. Meinem Mann tat das natürlich weh und er haute ihm leicht auf den Mund. Nun dreht mein Sohn den Spieß um und tat so wie "Mama der Papa hat mich gehauen, der ist böse" Aber wenn wir ihm immer wieder erklären das nur Tiere beißen und nicht wir Menschen, das hört er gar nicht. Mit ihm kann man reden wie mit einer Wand, er tut als hört er es nicht und macht weiter. Sein Gehör ist i.O. aber er macht weiter. Wir waren schon im sozpädag. Zentrum, aber das brachte keinen sichtbaren Erfolg. Dort sagte man uns er hätte vielleicht eine Unsicherheit. Aber ich kann keine Unsicherheit feststellen, denn er geht auch auf fremde Leute und Kinder sehr selbstsicher zu. Er ist ein fröhliches Kind und hat Spaß am Leben. Nur seine Feinmotatrik ist noch nicht so wie sie vielleicht mit 3 Jahren sein sollte. aber das sehe ich nicht als Problem, denn wir malen und basteln mit Knete, wir bauen mit Lego und im Kiga wird da auch viel getan. Das kann in meinen Augen also keine Grund sein. Er knallt auch die Türen zu und zieht an meinen Sachen wenn ich konsequent nein sage. Ich bleibe auch bei meinem Nein, aber er scheint daraus einfach nicht zu lernen. die Blicke der anderen Mütter, wenn wir unterwegs sind sprechen manchmal bände. Ich komme mir manchmal vor als hätte ich einen kleinen Teufel und alle denken es liegt an mir und ich hätte keine Ahnung. sogar freunde sagen mir, "da musst du eben einfach mehr durchgreifen..." dabei haben die selber kinder und kommen bald selber in diese Trotzphase. Es stärkt nicht gerade das Selbstbewußtsein als Mutter, wenn alle einen anschauen und denken, was ist denn das für ein Kind... Was machen wir denn falsch? Wir sind konsequent und reden mit ihm, aber es wird einfach nicht besser. Im kiga scheint es keine Probleme zu geben, denn die Erz. schauen mich manchmal an als könnte sie nicht glauben was sie da hören. Was können wir denn noch machen? Vielen lieben Dank und eine erfolgeiche Woche Andrea


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Hallo Andrea Mit 3 Jahren weiß Ihr Sohn schon sehr genau, wie er Ihre Nerven bis zum Zerspringen bringen kann. Diese Tatsache versucht er immer wieder von Neuem zu erproben.- Bewahren Sie Ruhe, wenn`s auch noch so schwer fällt. Brüllt er Sie lautstark an, erklären Sie ihm betont gleichgültig, dass Sie sich auf diese Art nicht mit ihm unterhalten werden, da Sie für das Schreien keinen Grund sehen. Schreit er ein weiteres Mal, drehen Sie sich um ohne ihm weitere Beachtung zu schenken. Knallt er die Türen, gehen Sie zu ihm hin, nehmen ihn an die Hand und zeigen ihm durch gemeinsames Handeln, wie die Türe sich leise schließen lässt. Zieht er wütend an Ihren Sachen, halten Sie ihn fest im Arm und warten, bis er sich wieder beruhigt hat. Beißt er, erklären Sie ihm ruhig, dass nur Tiere beißen, weil sie weder denken noch sprechen können und bieten ihm etwas "Richtiges" zum Beißen -wie etwa ein Stück Obst- an. Ihre Ruhe und scheinbare Gleichgültigkeit wird ihn in Erstaunen versetzen. Er wird das Interesse an seinem Verhalten mehr und mehr verlieren, da es nicht die von ihm gewünschte Wirkung zeigt.- Starke Nerven und: bis bald?


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