Mitglied inaktiv
Hr.Dr.Posth, ihre Antwort zum o.g. Thema hat mir sehr zu denken gegeben. Ich verstehe aber nicht ganz, was wir beobachten sollten, wenn mein Mann sich um das Baby kümmert hinsichtlich der primären Bindung zu unserem älteren Sohn. Könnten Sie da nochmal etwas dazu schreiben? Ich habe mich jetzt verstärkt um den Älteren gekümmert (Papa mehr ums Baby) u. ihn auch immer zu Bett gebracht.Er erscheint mir etwas ausgeglichener. Vom Vater will er nach wie vor aber weniger als von mir wissen, geht aber doch gerne mit ihm raus zu Unternehmungen. Bzgl. Der TaMu: dort ist er immer sehr fröhlich, schmust mit der TaMu, weint nie beim Abschied, nur selten sagt er er will zuhause bleiben. Sagt auch, er geht gerne zu ihr, aber ich weiß nicht, ob man das glauben kann?Meinen Sie, daß er dort unglücklich ist? Würde es auch schon genügen, in in diesem Fall weniger Stunden zur TaMu zu bringen oder raten Sie ganz davon ab? Ich hätte wohl sonst gar keine Zeit fürs Baby er braucht100% Aufmersamkeit.
Stichwort: Bindungsverwirrung Hallo, meine Idee ist gewesen, dass wenn sein Vater sich verstärkt um das Geschwisterchen kümmert, Ihr Sohn sich plötzlich auf den Vater besinnt und seine Hemmung ihm gegenüber verwindet. Das setzt aber voraus, dass im ersten Lebensjahr durch den Wechsel der Hauptbezugspersonen keine ganz klare Rollenaufteilung zwischen Mutter und Vater zustande gekommen ist. Über solche Entwicklung gibt es bisher nur sehr wenige Beobachtungenm, und man weiß daher nicht genau, wie die Kinder reagieren, wenn sie ein Geschwisterchen bekommen. Die andere Problematik ist die schon bestehende Bindung an die Tagesmutter, die wieder einen neuen Aspekt in das Beziehungsgefüge bringt und die klaren Bindungsstrukturen noch einmal durcheinanderwirbelt. Nun gibt es wie gesagt kaum Beobachtungen zu solchen Verläufen, und niemand kann Ihnen eine klare Analyse dessen geben, was in Ihrem Sohn abläuft. Dass Sie im Moment mit Ihrer verstärkten Zuwendung zu Ihrem Sohn ein wenig Ruhe in sein Verhalten gebracht haben, spricht für meine erste Vermutung. Er holt sich dadurch noch einmal eine klare Beziehungsbestätigung im Sinne der primären Bindung. Das wird es ihm ermöglichen, sich demnächst verstärkt auch seinem Vater wieder zuzuwenden. Die Tagesmutter ist so etwas wie ein zweites Loslösungsvorbild und wird ähnlich dastehen in seiner Vorstellungswelt wie der Vater. Daher auch das große Interesse an ihr, die sich offensichtlich richtig verhält. Ich gebe zu, diese Dinge sind ziemlich kompliziert, fast wie eine Art "Dreiecksgeschichte" unter Jugendlichen oder Erwachsenen. Ich schätze, in Zukunft wird man sich immer häufiger mit solchen komplexen Beziehungsfragen im frühen Kindesalter auseinandersetzen müssen. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Hallo Dr. Posth, Ich habe 4 Kinder: 9, 7, 4 und eineinhalb jahre alt. Meine Zweitjüngste ist und war von Anfang an sehr eifersüchtig auf meine Jüngste. Berechtigterweise - denn die Jüngste ist extrem anhänglich, schreit sehr viel, will stets herumgetragen werden, zieht sehr viel Aufmerksamkeit an sich, so daß meine drei Großen oft zurückstecken ...
Ich habe die Beiträge zum Thema Eifersucht gelesen. Bei uns funktioniert es aber nicht, daß sich der Vater jetzt nach Geburt des Bruders 4 Mon.vermehrt um den Größeren(2,5Jkümmert und sich so die Eifersucht abmildert. Ich wurde auch keineswegs „frei“ für das Baby, im Gegenteil. Er läßt seinen Vater kaum noch etwas machen. Er trozt sehr stark.Mein ...
Hallo Dr. Posth. Mein Sohn (2,5J) ist weiterhin sehr sehr Mama-Anhänglich. Er ist jetzt ausgeglichener und trotzt weniger, wenn fast nur ich mich um ihn kümmere (mit ihm spiele, ihn wickle, ihn ins Bett bringe etc). Oft weint er aber jetzt in der Nacht auch, schreit nein, nein, ich will nicht, und wollte sich gestern Nacht dann auch nur von Mama b ...
Hallo Herr Posth! Mein Sohn (23 Monate) hat sich total verändert,seit sein kleiner Bruder (3 Wochen) auf der Welt ist. Mein Sohn war total lieb,ruhig,hat sich mit jedem super verstanden gespielt usw. aber jetzt ist er aggressiv,hat Wutanfälle, schreit, kreischt, haut, beißt,mich den Papa,den kleinen Bruder,bei allen anderen Kindern. Er explodie ...
Meine sehr willensstarke 2 jährige Tochter durchlebt neben einer doch sehr ausgeprägten Trotzphase gerade Eifersucht gegenüber ihrer 9 Monate alten Schwester. Dies fing nicht sofort mit der Geburt sondern eher schleichend an. Sie nimmt ihr absolut jedes Spielzeug weg, und ich höre eigentlich nur den ganzen Tag "Nein, Baby" aus ihrem Mund, weil s ...
Meine Tochter ist mit 4,5 Jahren große Schwester geworden, das Baby ist jetzt 10 Wochen alt. Eifersucht spielt zwischen uns dreien (Tochter, Baby und mir) keine Rolle. Ich versuche auch immer alles, damit das nicht entsteht und glaube es gelingt sehr gut. Sie versteht auch sehr gut, dass der kleine oft bei mir sein muss, trinken will etc. Ich habe ...
Hallo, ich habe zu dem Thema bereits vor einer Woche geschrieben. Meine Tochter, fast 5 Jahre alt ist vor knapp 3 Monaten große Schwester geworden. Eifersucht war erst kein Thema. Dann bei Großeltern/ Vater weswegen ich geschrieben habe. Jetzt auch bei mir, und allgemein. Heute fiel der Satz, dass sie wünschte es würde bald eine Blume aus seinem B ...
Guten Tag Frau Henkes, unser Sohn wird im August 5 Jahre alt. Im Februar letzten Jahres ist er großer Bruder geworden. Die anfängliche Geschwisterrivalität war im normalen Rahmen und hat auch nicht dazu geführt, dass er den Kleinen ablehnt o.ä., er ist ein toller großer Bruder, der sich mit N.beschäftigt, ihn liebt und beschützen möchte. In ...
Hallo Frau Henkes, unsere Tochter ist gerade vier Jahre alt geworden. Vor knapp einem Jahr ist ihre kleine Schwester auf die Welt gekommen, in der Schwangerschaft musste ich mich schonen und sie musste zurückstecken, wobei wir immer versucht haben, eine gute Lösung durch stundenweise Betreuung durch die Großeltern oder einen liebevollen Babysitter ...
Unsere Töchter sind 3 Monate und genau 2 Jahre. Wir sind umgezogen, neue Kitaeingewöhnung für die "Große" ( Formulierung nur der Einfachheit halber)- viele Umbrüche. Seit der Geburt ist die Große naturgemäß durch den Wind durch die kleine Schwester. Trotz Puppe zum wickeln, gemeinsamer Zeit zu zweit mit Mama oder Papa etc. ( diverse Tipps haben ...
Die letzten 10 Beiträge
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt