Emamuelle
Unsere Töchter sind 3 Monate und genau 2 Jahre. Wir sind umgezogen, neue Kitaeingewöhnung für die "Große" ( Formulierung nur der Einfachheit halber)- viele Umbrüche. Seit der Geburt ist die Große naturgemäß durch den Wind durch die kleine Schwester. Trotz Puppe zum wickeln, gemeinsamer Zeit zu zweit mit Mama oder Papa etc. ( diverse Tipps haben wir umgesetzt). Heute war es plötzlich so, dass unsere Tochter nach dem Mittagsschlaf aufgewacht ist und fast hysterisch war, dass das Baby bei mir war. Ich habe mich dann um die Große gekümmert und die Kleine weggelegt, aber dann hat sie geschrien wie am Spieß. Normalerweise beruhigen sich beide nach einer Weile, aber heute ist es eskaliert. Die Große schrie nur noch wiederholend: meine Mama, Livi ( Baby) weg! Ganz hysterisch immer wieder. Die Kleine, als hätte sie es verstanden, hat gebrüllt und das vier Stunden am Stück, hat die Brust plötzlich verweigert und ließ sich gar nicht mehr ablegen, was natürlich die Wut und Angst der Großen eskaliert hat. Ich habe versucht, beiden gerecht zu werden, aber wusste nicht, um wen ich mich kümmern soll, weil mich beide brauchten. Ich habe auch versucht, mit der großen im Arm an der Wiege zu singen oder beide in den Arm zu nehmen, ein Buch zu lesen mit der Großen auf dem Arm und dabei die kleine zu schuckeln - nichts hat funktioniert. Hab ich die Kleine in die Wiege gelegt, hat sie gebrüllt ohne Pause und war ganz verschwitzt; umgekehrt ging es aber auch nicht. Auch rausgehen mit den Kindern hat nicht geholfen. Ich vermute, dass die Kleine vllt auch den ersten Zahn bekommt. Ich war nach Stunden Geschrei ganz ganz erschöpft, als mein Mann von der Arbeit kam. Familie vor Ort kann nicht helfen wegen Krankheit und Freunde arbeiten und haben selber Kinder. Wie soll ich reagieren, wenn beide Kinder stundenlang schreien? Es bricht mir das Herz, dass ich immer ein Kind schreien lassen muss und letztlich beiden nicht gerecht werde. Wir soll ich mich verhalten? Ich weiß, dass beide noch ganz klein sind und mich brauchen
Guten Tag, Ihre große Tochter hat die Entthronung durch die kleine Schwester noch nicht verarbeiten können, was nach nur drei Monaten sehr verständlich ist. Sie kämpft um ihren Platz in Ihrer Liebe und Aufmerksamkeit. Als Zweijährige ist sie da ganz drastisch: Das Baby soll wieder weg. Für Ihre Große ist es eine gefährliche Rivalin. Sie braucht jetzt viel Bestätigung von Ihnen, damit sie spüren kann, dass Sie sie weiter lieben wie bisher. Sie braucht zudem die Sicherheit, dass Sie das Baby behalten. Denn wenn Sie Kinder weggeben könnten, müsste Ihre Große unbewusst befürchten, dass auch sie weggegeben werden könnte. Das können Sie einer Zweijährigen auch schon sagen "Ich behalte euch beide, weil ich Euch beide lieb habe", auch wenn sie das noch nicht wirklich verstehen kann. Situationen wie die von Ihnen beschriebene sind sehr anstrengend. Sie haben meines Erachtens genau das Richtige getan und versucht, beiden Kindern so gut wie möglich gerecht zu werden. Auch wenn Ihre Töchter weiter geschrieen haben, haben sie doch gespürt, dass Sie sich alle Mühe gegeben haben, um sie zu beruhigen und für sie da zu sein. Sie bleiben mit ihrem Kummer und ihrer Aufregung nicht allein. Das ist entscheidend. Winnicott, ein Begründer der Kindertherapie hat gesagt, dass eine Mutter nicht perfekt sein muss. Es genügt, dass Sie sich Mühe gibt. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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