Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wutanfälle bei Vierjährigem

Frage: Wutanfälle bei Vierjährigem

Lena75

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Hallo Herr Dr. Posth, ihre Tips zu den Kiga-Eingewöhnungsschwierigkeiten letztes Jahr haben uns sehr weitergeholfen. Danke! Nun habe ich eine erneute Frage: Sohn, 4, Trennungskind schon lange Zeit, hat in letzter Zeit häufiger Wutanfälle, die länger andauern können. Dann bringt ihn erstmal nichts heraus. Das ist zwischendrin, aber neuerdings immer wieder sonntags nach den Papa-Wochenenden. Später hat er mir gesagt, er wollte im Osterurlaub mit Papa nach hause, da es dort kein Kinderfernsehen gab. Auch an diesem Wochenende wollte er nach hause, weil Papa keinen Apfel hatte. Auf Nachfrage, ob es eher wäre, weil er mich vermißt hätte, war er richtig am Schluchzen. Kontakt zum Vater ist gut, aber begrenzt auf jedes 2. Wochenende und Urlaub. Auch wir Großen kommen miteinander aus. Dazwischen leider kaum Kontakt, Vater ist auch weggezogen. Mein Sohn vermißt scheinbar mich, wenn ich nicht da bin, den Papa, wenn der nicht da ist. Doch warum jetzt? Und was kann ich tun, um ihm zu helfen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Auseinanderbrechen der Familie ist für Kinder so ziemlich das Schlimmste, das ihm passieren kann. Die Reaktionen Ihres Sohnes sind also mehr als verständlich. In seinem Alter nimmt er die Beziehungsstränge zwischen ihm und den Eltern auch viel deutlicher wahr, als das vor vielleicht 2 Jahren noch der Fall gewesen ist. Auf der anderen Seite ist er mit 4 Jahren noch nicht in der Lage, sich die Gründe für die entstandene Situation klar zu machen. Er lebt immer noch in dem Glauben, eine Anderer könne in ihn hineinsehen und erkennen, was in ihm los ist. Aber das wird in jetzt kommenden Jahr ändern und dann wird er auch ein wenig verstehen, warum die Trennung de Eltern zustande gekommen ist. Das wird ihm helfen. Aber im Augenblick können Sie nur dafür sorgen, dass Sie als getrenntes Elternpaar nicht gegeneinander arbeiten und vor allem auch nicht den einstigen Lebenspartner bei Ihrem Kind irgendwie schlecht machen. Dieser einstige Lebenspartner ist weiterhin vorbildhafter Bestandteil in der Welt Ihres Kindes. Viele Grüße


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