Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, seit ca. 4 Wochen zeigt unser Sohn ausgeprägte Wutanfälle und ist sehr ungeduldig. So bald seinen Wünschen nicht entsprochen wird, flippt er aus. Dies passiert auch bei "Regeln" die schon lange existieren (wie z. B. keine Süßigkeiten vor dem Essen). Die Wutanfälle äußern sich durch Schreien, Trampeln, Schlagen (auch auf Gegenstände z. B. Mikrowelle), Tür schlagen und Aggression gegenüber seiner Schwester (1 Jahr). Er ist mit Worten dann oft nicht mehr erreichbar, da er sich in seine Wut hineinsteigert. Auch im KiGa wird von den Erzieherinnen ein verändertes Verhalten festgestellt. Hier zeigt er sich ohne Interesse für Spiele und Aktionen, bei denen er sich konzentrieren muss (Puzzle) die er zuvor noch sehr gerne gemacht hat. Er hält auch ständig Gegenstände in der Hand oder hebt diese auf der Straße auf (Steine etc.). Wir werden in ca. 2 Monaten umziehen (auch KiGa) und haben das auch schon angesprochen. Liegt es vielleicht daran? Vielen Dank Anja
Hallo, wenn ich Sie richtig verstehe, sind diese aggressiven Erscheinungen bei Ihrem Sohn neu und vorher so nicht zu beobachten gewesen. Das muss also einen Auslöser haben, den ich aber von hier aus nicht ausmachen kann. Ein bevorstehender Umzug kann so etwas eigentlich nicht auslösen, es sei denn dem Umzug gingen enorme Spannungen in der Familie voraus (z.B. durch ein anstrengende Bauphase, einem ständigen Fortsein des Vaters, finanzielle Sorgen bei den Eltern etc.). Sie sollten einmal in diese Richtung denken. Aber auch Konflikte im Ki-ga könnten Ursache für eine solche Entwicklung sein. Dass Ihr Sohn überhaupt so aggressiv auf die Belastung reagiert, liegt wohl darin, dass ein gewisses aggressives Potenzial in ihm schlummert. Wie war es denn mit ihm in Trotzphase? Hat er im 2. Lebensjahr großen Widerstand geübt? Wie gut hat die Loslösung geklappt? Vielleicht schreiben Sie mir noch einmal. Viele Grüße
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