Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. med. Posth! Ich habe einen Sohn von 2,5 Jahren. Schon als Baby war er ein Schreibaby. Weinte mehr als 3 Stunden am Tag. Auch heute noch weint er sehr viel. Er weint wenn etwas nicht klappt, und er weint wenn er etwas nicht durchsetzen kann. Er müßte ja jetzt in der Trotzphase sein. Wütend wird er aber nie. Er weint, und das mit richtigen Tränen. Das alles finde ich bis hierhin ja noch nicht dramatisch. Aber: Es gibt auch Situationen, wo ich sein weinen überhaupt nicht verstehe. Z.B.: Mein Sohn steht in der Küche und fängt ohne erkennbaren Grund an zu weinen. Ich frage warum er denn weint. Unter großen schluchzen sagt er zu mir, das er etwas zu trinken haben möchte. Und solche ähnlichen Situationen gibt es sehr oft. Ich verstehe meinen Sohn nicht. Warum weint er, und sagt es mir nicht einfach, das er Durst hat? Ich bedanke mich schon mal für Ihre Antwort. Mit freundlichem Gruß Tina
Stichwort: Säuglingsschreien / Schreibaby Hallo, das Schreien eines Säuglings (sog. Schreibaby) ist immer dann ein besonderer Risikofaktor für die weitere psychosoziale Entwicklung, wenn das Schreien nicht ausreichend Würdigung gefunden hat und mit dem nötigen Aufwand von den Bezugspersonen beseitigt worden ist. Sind Sie seinerzeit richtig beraten worden, und was hat man Ihnen gesagt? Die Folgen des Säuglingsschreiens sind ängstliche Unsicherheit, was die eigene Person angeht und Unfähigkeit, mit Einschränkungen durch die Umwelt sowie mitt Frustrationen umzugehen. Schon die KleinkInder sind wenig selbstbewusst und leicht aus dem Konzept zu bringen. Sind sie von Natur aus defensiv und introvertiert, verhalten Sie sich etwa so wie Ihr Sohn (also schüchtern, ängstlich, weinerlich). Sind sie von Natur aus offensiv und extrovertiert, verhalten sie sich latent aggressiv-oppositionell. Es ist immer viel schwerer, ein schwach entwickeltes Selbstbewusstsein im Nachhinein aufzubauen, als von Vornherein dafür zu sorgen, dass sich durch Urvertrauen ein genügend Selbstvertrauen aufbaut. Jetzt können Sie als Eltern nur hingehen, und Ihrem Sohn durch viel Verständnis in sein Verhalten die Sicherheit nachreichen, die ihm im Verhältnis zu Ihnen fehlt. Dabei dürfen Sie ihn ruhig auffordern, mit größerem Nachdruck und viel selbstbewusster seine Forderungen an sie zu stellen. Zeigen Sie ihm, dass er dann mit diesem Mut nicht falsch liegt! Er muss ja jetzt sein Selbstvertrauen aus den kommunikativen Erlebnissen in der Familie und mit den altersgleichen Kindern entwickeln (s.a. Selbstbewusstsein im gezielten Suchlauf). Viele Grüße
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