Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Verhalten noch normal?

Frage: Verhalten noch normal?

janthu

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Guten Tag, ich mache mir allmählich Sorgen um meinen siebenjährigen Sohn. Er ist häufig wie abwesend, reagiert nicht auf Ansprache, sondern nur, wenn ich in sein Blickfeld trete. Manchmal sitzt er da, und starrt nur die Wand an und reagiert trotzdem nicht. Der Lehrerin ist dieses auch schon aufgefallen, denn mein Sohn benötigt wohl in er Regel ein bis zwei extra Ansprachen, bevor er mit der Arbeit beginnt. Allerdings ist er ein sehr guter Schüler. Er schreibt auch schon sehr gut frei, daher glaube ich nicht das es etwas mit dem "normalen" Gehör zu tun hat. Spezielle Hörteste sind noch nicht durchgeführt worden. Dann wiederum ist er manchmal so aufgedreht, dass er z.B. nicht auf seinem Stuhl sitzen bleiben kann, sondern immer kurz aufsteht und um den Stuhl rennt um dann weiter zu essen, um dann das ganze nach zwei Minuten zu wiederholen. Er hat einen guten Freund, die beiden Spielen spielen viel und toll miteinander, aber mit anderen spielt er in der Freizeit kaum... Auch spielt er Fußball, aber wenig erfolgreich, weil er während der Spiele z.B. in den Himmel starrt und ein Flugzeug beobachtet. Das Spiel ist für ihn damit ganz vergessen. Langsam mache ich mir Sorgen, ob dieses Verhalten noch im Bereich des normalen ist, oder ob er spezielle Förderung bedarf. Vielleicht ist noch wichtig zu wissen, dass er der zweite von vier Kindern ist. Lg Janthu


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Liebe Janthu, ich verstehe die Frage nach "normal", aber im Endeffekt geht es darum, ihren Sohn so wie er ist zu begleiten. Er neigt zum träumen, nimmt häufig anders wahr und auf und hat (trotzdem) die Fähigkeit, den Stoff aufzunehmen und schnell zu lernen. Kinder mit diesen Fähigkeiten und etwas abweichenden Prioritäten brauchen dann eine etwas andere Begleitung. Stützen Sie ihn da, wo es ihm schwerer fällt und freuen Sie sich an seinen Möglichkeiten. So ist er und so muß auch so akzeptiert werden. Und da hat der vergleichende Normalitätsbegriff oft etwas Abwertendes, was ich vermeiden würde. Vielleicht schreiben Sie mal was über seine Geduld/Ungeduld, seine Konz.Fähigkeit, seine Kontaktfähigkeit zu Hause und in der Schule, seine soziale Kompetenz, sein Wesen wenn Sie mögen. Dr.Ludger Nohr


janthu

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Nachtrag Er hat zum Beispiel die Feuerübung in der Schule fast verpasst, weil er weder die Sirene gehört noch mitbekommen hat, dass alle Kinder aus dem Raum gestürmt sind. Er ist in solchen Momenten wirklich komplett weg... Auch kann er kein memory, weil er nicht aufpasst, aber er hat sich nach einer zugeschauten Partie Schach, das Spiel selbst beigebracht...


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