Ichmagkekse00
Guten Abend, wir machen uns aktuell Sorgen um unsere Tochter (2 1/2 Jahre alt). Zum einen fremdelt sie ganz plötzlich...da hatten wir eigentlich noch nie so doll Probleme mit. Aber letzte Woche wollte sie z.B. nichtmal bei meiner Mutter ins Haus rein...sie wollte nur auf meinen Arm und hat weder auf Oma noch auf Opa reagiert. Obwohl sie da häufig und gerne ist. Das selbe bei meiner Schwiegermutter... bei ihrer Tagesmutter hatte sie das dagegen heute z.B. garnicht (Eingewöhnung war da auch kein Problem). Ist das normal? Außerdem will sie abends Papa garnicht mehr begrüßen. Normalerweise ist sie immer auf ihn zugerannt und hat sich gefreut...Nein Papa wird komplett ignoriert... Ansonsten ignoriert sie uns aktuell eh sehr häufig. Wenn wir sie ansprechen, reagiert sie oft erst nach mehrmaliger Ansprache.. Auch wenn man sie etwas fragt, kommt keine Reaktion (obwohl wir wissen dass sie es versteht)... Wir erkennen unsere Tochter aktuell garnicht wieder und machen uns Sorgen dass wir was falsch gemacht haben...
Guten Tag, Sie müssen sich keine Sorgen machen. Sie machen nichts falsch. Ihre Tochter ist mit zwei Jahren in der Trotzphase. Sie zeigt keine Wutanfälle, sondern versucht, ihren Willen passiv durchzusetzen. Sie "hört" Sie nicht oder reagiert nicht. Versuchen Sie, geduldig und gelassen auf Ihre Tochter einzugehen. Sie können ihr Verhalten als den Versuch einer Zweijährigen verstehen, auf ihre Weise zu mehr Abgrenzung von den Eltern und damit zu größerer Autonomie zu gelangen. Solche Situationen lassen sich oft gut spielerisch auflösen. Vermutlich gehört auch das Verhalten gegenüber den Großeltern zu dieser Entwicklungsphase. Das sollten Sie akzeptieren. Vor allem gilt es, in solchen Situationen emotionalen Druck zu vermeiden. Möglicherweise sind die Großeltern enttäuscht. Das sollte jedoch nicht zu Bemerkungen wie "da ist die Oma aber traurig" führen. Ihre Tochter sollte erleben, dass sie ihre Zunneigung selbstbestimmt zeigen darf. Ihr Verhalten bedeutet ja auch keineswegs, dass sie die Großeltern nicht mehr liebt. Sie möchte in dieser Phase jedoch ausprobieren, Nein sagen zu dürfen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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