Sondajenny
Guten Tag . Ich melde mich bezüglich des Verhaltens meiner Tochter. Sie ist heute 3,5 Jahre alt und war immer schon reserviert von den Gefühlen her. Sie ist seit 3,5 Jahren von mir betreut und fängt gerade in der Kita an. Im zweiten Lebensjahr hat sie maximal 8 Worte gestochen davon zu 80 % das Wort „NEIN „ das auch sehr oft ,wenn wir Eltern positiv Gefühle zum Ausdruck gebracht haben untereinander . mit ihr alleine konnte sie meine positive Stimmung weitaus besser „ ertragen „. Ab dem 3. Lebensjahr nahm das sprechen in der 2. Hälfte fahrt auf und es wurden ein paar Worte hintereinander. Es kamen zb fröhliche Kinder vorbei die Evt auch etwas lauter gelacht habe. Weil sie erstaunt schaute , sagte ich dann zb „ die Kinder freuen sich „ sie sagt dann postwendend „ die Kinder freuen sich nicht „ und wirkt sehr reserviert manchmal auch sauer. Wir gehen Eis essen und es sind andere Kinder dort , so heißt es von ihr „ alle Kinder mögen kein Eis „ Bis dahin könnte man ja denken eher miesepeterig veranlagt, aber das selbe zeigt sich auch mit negativen Gefühlen andere Kinder zb. ein fremdes Baby schreit , sie ist in Sorge und sagt „ das Baby schreit nicht“ oder andere größere Kinder habe wutanfälle „ nein das Kind schreit nicht „ Sie kann sich auf Grund einer guten vertrauensbasis im kiga relativ gut von mir trennen , sobald ein weiteres Kind in Eingewöhnungsphase emotional wird ,ist sofort Schiffbruch und sie brauch mich zum Trost weil sie bitterlich weint. Ich habe schon viele Menschen um Rat gefragt , oder Erfahrungen, jedoch kann sich keiner erklären woran ihr Verhalten liegt. Sie hat sehr viel Aufmerksamkeit, Zuwendung undNähe erhalten. Wie kann man sich das erklären und was könnte man versuchen um es ihr leichter zu machen. Herzlichen Dank im Voraus
Guten Tag, Ihre Tochter ist in einem Alter, in dem Kinder noch oft ihre Wunschvorstellung mit einer Verneinung ausdrücken. Sie meint also vermutlich "die anderen Kinder sollen kein Eis kriegen", "das Baby soll nicht weinen" usw.. Das Nein, wenn sie Zärtlickeiten der Eltern mitbekommt, zeigt die Eifersucht Ihrer Tochter. Sie erwartet noch, dass die Eltern nur für sie da sind. Das ist ganz in Ordnung so. Allmählich wird sie akzeptieren lernen, dass die Eltern auch einander gerne haben. Dabei hilft es ihr zu spüren, dass die Liebe der Eltern zu ihr dadurch nicht geringer wird. Fragen Sie Ihre Tochter, ob sie gerne möchte, dass das Baby nicht weint. Dann können Sie miteinander ins Gespräch kommen. Dabei kann Ihre Tochter zunehmend ihre Gefühle kennen und äußern lernen. Es hilft ihr, wenn Sie dabei viel Verständnis für ihre noch vorhandenen Hemmungen zeigen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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