Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, Meine Tochter ist 18 Monate. Wir treffen uns regelmäßig mit einem anderen Mädchen ( 20 Monate). Sie nimmt meiner Tochter immer das Spielzeug weg, notfalls durch schupsen und schlagen. Das Mädchen ist um einiges größer und läuft etwas länger als meine Tochter. Meine Kleine hat sich anfangs noch gewehrt aber in der Zwischenzeit kommt die zu mir gerannt und möchte, dass ich mit ihr an der Hand wieder ins Zimmer gehe. Ich mache mir etwas Gedanke über die Gefühle meiner Tochter, ist es nicht schlecht für sie ständig den Kürzeren zu ziehen? Wie sollte ich mich verhalten? Außerdem wüsste ich gern ob wir an der Einschlafsituation etwas ändern sollten. Sie schläft mit uns im Familienbett und wird auch dort in den Schlaf begleitet. Mittlerweile schläft sie nach ca. 15 min neben mir oder ihrem Papa ein. Es ist so schön für uns Drei. Meine Frage ist jetzt, ob das so in Ordnung ist, dass sie bei uns im Arm einschläft. Ab welchem Alter sollten wir daran etwas ändern, um die Selbstständigkeit zu fördern? Oder wir sie das von allein verlangen? Vielen Dank für ihre Mühe. Liebe Grüße Claudia
Liebe Claudia, viele Kinder möchten tatsächlich plötzlich nicht mehr im Arm Ihrer Eltern einschlafen. Aber das setzt schon einen stärkeren Impuls zur Selbstständigkeit voraus. Alle anderen Kinder behalten das kuschelige Einschlafzeremoniell gerne bei. Für die wird es dann aber schwierig, wenn die Eltern plötzlich nicht mehr mitmachen wollen. Denn soviel Nähe und Kuscheligkeit immer beizubehalten hat etwas Rückbindendes. Und irgendwann gerät das Kind in einen Konflikt zwischen dem Bedürfnis gößer und autonomer zu sein und starke Nähe beizubehalten. Dieser Konflikt kann als Ambivalenz (zwei gleichstake aber sich ausschließende Wünsche) schlecht gesteuert werden. Daher sollte meiner Auffassung nach spätestens gegen Ende des 2. Lebensjahres zunehmend das Schlafen im eigenen Bettchen, wohlgemerkt noch bei den Eltern im Zimmer, erprobt werden. Zur ersten Frage: solche Erfahrunge müssen defensiv veranlagte Kinder machen. Es spornt sie dazu an, soziale Strategien zu entwickeln, durch die sie dann genau erfolgreich werden. Einstweilen sind Trost und geschickte Unterstüzung angesagt. Im gezielten Suchlauf gibt es dazu ein passendes Stichwort: defensives und offensives Verhalten. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, mein Sohn, 4 (hochsens., s. intelligent, zurückhaltend motorisch etwas ungeschickt,) hatte in den erst. 2,5 Jahren enorme Schlafprob.,schrie sehr viel.Vor 1 J. Trennung v. Kindsvater.Sichere Bind. zu beid. Elternteilen.Wurde lange gestillt, schläft noch bei mir.Seit 1 J. geht er in die Kita (v. 8-12 Uhr). Die Eingew. ...
Hallo, Ich frage mich momentan bei unserer 17 Monate alten Tochter in verschiedenen Bereichen, ob wir uns als Eltern richtig verhalten und wie wir es besser machen könnten. Generell hat sie in den letzten Wochen einen extrem starken Willen entwickelt, versteht allerdings Erklärungen unsererseits noch nicht, z.B., dass wir sie ins A ...
Guten Tag Frau Henkes, ich ahbe eine Frage bzgl. meines 10 Monate alten Sohnes. Mein Kleiner ist ein sehr fröhliches und offenes Kind. Ich bin seit seiner Geburt zu Hause und mein Mann war noch mit in Elternzeit als mein Sohn 6 Monate alt war bis zum 9 Monat. Da waren wir teils im Urlaub und haben Familie besucht. Nun habe ich gelesen, das m ...
Hallo, ich habe einen Sohn der ist jetzt 4,5 Jahre alt. Er ist ein richtiges Mama Kind und mag gerne kuscheln oder Körperkontakt. Vor ca 3 Monaten ist seine Schwester auf die Welt gekommen. Er hat etwas gebraucht um sich zu finden und auch das Mama nicht mehr zu 100 Prozent für ihn da sein kann. Der Papa hat das aber gut auffangen können. Der ...
Liebe Frau Henkes, sehr unerwartet ist mein Vater im Alter von 62 Jahren an einem Pankreaskarzinom gestorben. Zwischen Diagnose und Tod lagen nur rund 5 Wochen. Meine Kinder (4 und 8) hatten keine besonders enge Beziehung zu ihm (große, räumliche Distanz und anderes). Trotzdem haben sie natürlich die Krankheit, den Tod, Beerdigung usw mite ...
Liebe Frau Henkes, unsere Tochter ist gerade 2 ¾ geworden. Schon seit vielen Monaten provoziert sie viel, aber in den letzten zwei, drei Monaten tritt dieses Verhalten mehrfach täglich auf. Wenn wir sie zu etwas auffordern, macht sie gezielt das Gegenteil davon. Ein paar typische Beispiele von vielen: - „Bleib bitte aus der Küche draußen, tr ...
Hallo Frau Henkes, ich suche Ihren Rat, da meine Mutter leider Krebs im fortgeschrittenen Stadium hat und nur noch palliativ behandelt werden kann. Bisher wissen meine Töchter (4 und 8 Jahre) das die Oma krank ist. Sie wissen aber nicht das es definitiv endlich ist. Der Krebs ist erst Ende letztes Jahr diagnostiziert wurden. Ich habe für die Ki ...
Hallo, mein Kind ist 5,5 Jahre alt und macht aktuell Probleme beim Essen. Zb gestern es gab Kartoffeln/Fisch zum Abendessen. Sie ist total ausgerastet und gemeint sie isst das nicht, sie möchte ein Brot. Dann habe ich ihr ein Brot gemacht und dann ist sie völlig ausgeflippt weil sie nur Brot mit Butter bekommt und wir ein vollständiges essen habe ...
Liebe Frau Henkes, Vor drei Wochen ist der Uropa meiner Kinder im Alter von 94 Jahren verstorben. Er hatte einige gesundheitliche, vor allem körperliche Beschwerden, war aber geistig noch top fit und hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Urenkeln. Wir haben ihn etwa einmal im Monat besucht und er hat sich immer aktiv mit den Kindern beschäf ...
Guten Tag Frau Henkes, ich möchte mich heute wieder an Sie wenden, weil ich langsam echt verzweifelt bin und nicht mehr weiß, wie ich noch reagieren bzw.mich verhalten soll, dass es hier wieder entspannter zugeht. Unser Sohn, 5 1/2, stellt seit einiger Zeit die ihm lange bekannten Regeln/Abläufe jeden Tag in Frage und arbeitet passiv, manchmal au ...
Die letzten 10 Beiträge
- Übergänge gestalten
- Trennungsschmerz
- Wackelzahnpubertät oder auffälliges Verhalten?
- Wie viel Macht / Mitbestimmung für einen 8-jährigen
- richtiger Umgang in herausfordernder Phase
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird