Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Umgang mit dem Tod des Uropas

Frage: Umgang mit dem Tod des Uropas

Sandra88

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Liebe Frau Henkes, Vor drei Wochen ist der Uropa meiner Kinder im Alter von 94 Jahren verstorben. Er hatte einige gesundheitliche, vor allem körperliche Beschwerden, war aber geistig noch top fit und hatte ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Urenkeln. Wir haben ihn etwa einmal im Monat besucht und er hat sich immer aktiv mit den Kindern beschäftigt. Meine Kinder haben die Nachricht vom Tod sehr unterschiedlich aufgenommen.  Beide wussten, dass es irgendwann passieren könnte, wir aber hoffen, dass wir noch viel Zeit gemeinsam haben.  Nun ist es so  das der Vierjährige mir sehr häufig erzählt, dass es sehr traurig ist und auch geweint hat.  Ich habe ihn getröstet. Ihm bestätigt, dass es traurig ist und wir haben uns an die schönen Momente erinnert.  Die Achtjährige ist sehr distanziert,  hat die Information angenommen und meinte, dass es für sie ja nicht so wichtig sei. Auch das habe ich so stehen lassen und dachte es kommt vielleicht etwas später.  Am Mittwoch wird die Beerdigung stattfinden zu der wir auch die Kinder mitnehmen werden. Heute meinte sie, dass wäre ja sicher ziemlich langweilig.  Haben Sie einen Tipp für mich wie ich mit beiden Kindern altersgerecht mit dem Thema umgehen kann? Vielen Dank im Voraus. 


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, Kinder gehen mit dem Thema Tod meist noch sehr unbefangen um. Sie können sich darunter noch nichts Konkretes vorstellen. Ähnlich wie bei Märchen nehmen sie nur das auf, was sie je nach Alter verkraften können. Das macht den Umgang mit dem Thema für sie leichter. Sie gehen sehr angemessen auf die Reaktionen Ihrer Kinder ein und begleiten deren Gefühle. Bestätigen Sie Ihrer Tochter, dass Beerdigungen für Kinder sehr langweilig sind. Sie gehören aber zum Abschiednehmen dazu. Überlegen Sie mit Ihrer Tochter, was sie zur Beerdigung mitnehmen kann, um sich nicht zu langweilen. Vielleicht kann sie für den Uropa noch ein schönes Bild malen, das sie ihm mitgibt. Oder sie kann z.B. etwas lesen. Für Ihre Kinder ist es wichtig, dass sie sich ungezwungen verhalten können und niemand von ihnen erwartet, dass sie traurig sind. Trauer zeigt sich bei Kindern anders und nicht unbedingt auf einer für sie befremdlichen Veranstaltung. Es gibt ein Bilderbuch von W. Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe. Das greift das Thema für Kinder sehr gut auf. Falls das Thema Tod Ihre Kinder verunsichern sollte, können Sie mit ihnen besprechen, dass das Leben des Uropas zu Ende gelebt war, weil er sehr, sehr alt war. So können Sie möglicherweise vermeiden, dass Ihre Kinder Angst bekommen Sie oder sie selbst könnten sterben. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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