Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth. Sie hatten spekuliert meine Kleine koennte eine "unsicher-vermeidende" Bindung eingegangen sein. ich habe das nachgelesen und nein, so verhaelt sich mein Kind nicht. Sie geht gerne in den Kindergarten, hat ueberhaupt keine Schwirigkeiten dort, spricht jeden Fremden an und quatscht ihn voll, hat keinerlei Schwirikeiten sich von mir zu trennen. Nur wenn wir zusammen zu Hause sind, dann kann sie ohne mich nicht. Vielleicht weil wir - Schreibaby - immer sofort gesprungen sind, um eine neue Schreiphase zu vermeiden? ich sehe es wie eine Art Bequemlichkeit, Gewohnheit. Wie kann ich ihr helfen mal alleine in ein Spiel zu kommen und bleiben? DAs mit Geraeuschen wahrnehmen, meine ich so:unsereiner nimmt nur die fuer uns wichtigen Geraeusche wahr und filtern alles ander aus.Sie nimmt ALLES wahr: den Vogel der zwitschert, das FLugzeug, die Ambulanz, den Kuehlschrank,den Hund von 3 Hauesern weiter... Gibt es da verschiedene Wahrnehmungsstaerken?Kann man lernen besser zu filter?
Hallo, fangen wir mit der 2. Frage an: zunächst einmal ist es sicher eine individuelle Veranlagung, wie stark die Aufmerksamkeit auf einen Fokus gerichtet werden kann und wie gut die anderen Sinneseindrücke herausgefiltert werden. Zum anderen ist es auch eine gewisse Übungssache, wie gut das gelingt. Schließlich sind überreizte Kinder den Einflüssen daneben laufender Geräusche oder Bilder viel stärker ausgesetz, als in sich ruhende und hoch motivierte. Kinder, die es lernen, konzentriert differenzierter Musilk zuzuhören (also nicht nur Techno usw.), können sich mit der Zeit auch in anderen Bereichen besser konzentrieren. Zur 1. Frage. Vermeidende Bindung heißt ja hohe Anpassungsfähigkeit zu Lasten innerer Überzeugungen. Solche Kinder machen auf Dauer oberflächlich betrachtet eher wenig soziale Schwierigkeiten, treiben mit ihrer Anpassungsbereitschaft aber Raubbau an den eigenen seelischen Kräften. Die Geschichte mit: die Eltern sind immer gesprungen und nun werden sie von ihrem Kind gegängelt - ist eine Erfindung der Vulgärpsychologie. Hier werden vordergründig einfache Verhaltensmuster eins zu eins zusammengerechnet ohne auf die z.T. ganz anders lautenden Hintergründe menschlich seelischen Empfindens und Verhaltens zu achten. Dabei kommen dann Empfehlungen heraus, die letztlich an der Sache vorbeigehen und ins Leere zielen. Das Problem ist nur, dass jetzt, 2 oder 3 Jahre nach den auslösenden Vorgängen, deren Korrektur nicht mehr so einfach ist. Eltern können dann nur durch grundsätzliches Verständnis ihrem Kind gegenüber, durch geduldig, einfühlsames eigenes Verhalten und durch ein durchschaubares, vom Kind mitgestaltetes Regelkonzept "die Kastanien aus dem Feuer holen".Wenn Sie mir konkrete Konflikt-Situationen schildern, kann ich Ihnen vielleicht auch konkrete Hinweise zum Verhalten geben. Viele Grüße
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