Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unsere Tochter (3,5J.) war schon trocken, auch nachts klappte das von einem Tag auf den anderen. Tagsüber gabs einige wenige Mißgeschicke, aber nicht der Rede wert. Nun ist es seit einiger Zeit so, dass sie nachts nach wie vor perfekt trocken ist, aber tagsüber das Pipi nahezu nur noch in die Hosen geht. Ich denke, da nachts ja auch alles klappt, muss da irgendeine psychische Spannung dahinerstecken. Seltsamerweise ging das los, als sie sich im KiGa (scheinbar?) eingelebt hatte. Sie hatte nämlich sehr große Anfangsschwierigkeiten: obwohl sie schon lange an Babysitter etc. gewöhnt ist, hat sie anfangs immer bitterlich geweint als ich sie im KiGa gelassen habe. Inzwischen scheint sie gerne hinzugehen, erzählt auch recht viel, hat Freunde gewonnen, etc. Alles paletti eigentlich. Wäre da nicht dieses Problem... Wieder tagsüber Windeln anziehen mag sie aber auch nicht. Ich bin aber schon kurz davor sie vor ein Ultimatum zu stellen: entweder das klappt besser, oder eben Windeln. Ich bin echt ratlos, sie ist nämlich echt ein klasse Mädchen (dickköpfig, stur, eigensinnig, aber klasse!! :-))) Was meinen Sie dazu? Könnte das eine Art von Rebellion gegen den KiGa sein? Wenn ja, wie kann man da angemessen damit umgehen? Ignorieren? Oder können Sie sich noch andere Gründe dafür vorstellen? Danke im voraus für Ihren Rat. Mit freundlichem Gruß Katharina
Liebe Katharina, ja das hört sich alles nach einem Fremdbetreuungsproblem durch den erzwungenen Kindergarten an. Die Anpassungsleistung der Kinder führt zur inneren Verdrängung ihrer wahren Gefühle. Die aber brechen zunächst einmal noch agressiv nach außen durch, bevor sie dann endgültig unter Verschluß gehalten werden und zu versteckteren Verhaltensstörungen führen können (bis hin zur frühkindl. Depression). Insofern ist das tägliche Einnässen eine Art Oppositionshaltung. Entzündungen der harnableitenden Wege, etc. sollten allerdings ausgeschlossen sein. Die Enuresis diurna sekundaria, so heißt das Störungsbild, ist immer noch etwas besser als die Enkopresis (das Einkoten). Sie können zwar ihrer Tochter die Windel wieder aufzwingen und damit eine Art Exempel statuieren (pädagog. Lösung), aber das empfiehlt sich nur, wenn gleichzeitig die ursächlichen Probleme mit gelöst werden. Lesen sie dazu erst einmal die vielen Beiträge zur Fremdbetreuung im Suchlauf. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo Katharina, ich habe das gleiche Problem mit Tochter im selben Alter. Habt ihr das Problem inzwischen in den Griff bekommen? Viele Grüße uja
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