Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Kind, 4 Jahre, redet nicht im Kindergarten, zu Hause ist sie das genaue Gegenteil; außerdem noch nicht trocken

Frage: Kind, 4 Jahre, redet nicht im Kindergarten, zu Hause ist sie das genaue Gegenteil; außerdem noch nicht trocken

Jana120

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Liebe Frau Henkes, da einige Auffälligkeiten bestehen, mache ich mir Sorgen um meine Tochter, 4 Jahre alt. Beim Psychologen bzw. Ergotherapeuten muss ich bis zu einem Jahr auf einen Termin warten und die Kinderärztin konnte bisher auch nicht weiterhelfen. Es geht unter anderem darum: Sie spricht flüssig und im privaten Umfeld viel, aber im Kindergarten bisher spricht sie kein Wort (seit zwei Jahren geht sie in denselben KiGa). Zu Hause ist sie das komplette Gegenteil: Lebhaft, manchmal auch frech (haut, ist trotzig und benutzt seltsame Ausdrücke, die sie wohl im Kindergarten gehört hat, denn von uns hat sie das nicht). Im KiGa ist sie brav und folgsam laut Erzieherin. Zudem ängstigt sie sich zu Hause sehr bei lauten Geräuschen, ist schreckhaft, z.B. bei Hagel, Gewitter oder bei Feuerwerk an Silvester wird sie panisch und schläft danach wochenlang schlecht. Außerdem ist meine Tochter noch immer nicht trocken, obwohl wir sowohl zu Hause als auch im KiGa alles probieren - aber sie möchte immer wieder die Windel anziehen und wenn nicht, ist die Hose nass. Auf der Toilette "muss" sie dann nicht, wenn sie draufsitzt. Das Laufen hat sie auch relativ spät gelernt, d.h. wollte bis sie zweieinhalb war, an der Hand gehen. Danach hat es von heute auf morgen geklappt ohne ärztliche Hilfe. Andererseits ist sie unglaublich schlau und begabt, macht Puzzle für 6-Jährige und kann schon das Abc komplett aufsagen. Ich habe schon mal den Verdacht von selektivem Mutismus gesagt bekommen ... Haben Sie vielleicht einen Rat? Danke und freundliche Grüße


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, beim elektiven Mutismus spielen unbewusste Ängste, vor allem vor fremden Menschen und Situationen, eine Rolle. Die Ängste lassen ein Kind außerhalb der Familie verstummen, obwohl es sprechen könnte. Aus der Distanz kann ich nicht beurteilen, ob Ihre Tochter an elektivem Mutismus leidet. Da dieses Verhalten bereits seit zwei Jahren besteht, sollten Sie sich um Klärung bemühen. Diese können Sie in einem sozial-pädiatrisches Zentrum oder auch bei Logopäd/innen vornehmen lassen. Dort kann man Sie auch zum weiteren Vorgehen beraten. Akzeptieren Sie, dass Ihre Tochter ihre eigene Entwicklungszeit hat und gestehen Sie ihr diese Zeit zu. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes 


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