Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Probleme mit dem Kindergarten Kind 5,5 Jahre alt

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Frage: Probleme mit dem Kindergarten Kind 5,5 Jahre alt

Mina0704

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Sehr geehrte Frau Henkes, vor ca. 2 Wochen haben wir vom Kinderpsychiater bei meinem Sohn eine ADHS Diagnose erhalten. Er war schon als Kleinkind immer sehr aktiv und impulsiv, jedoch wurde aufgrund seines Alters damals noch mit der Diagnose gewartet. Nun besucht er seit 5 Monaten einen neuen Kindergarten. Die ersten Monaten war wohl auch auffällig, jedoch war es wohl noch im Rahmen. Dann hat das Ganze ein extremes Ausmaß angenommen, da er teilweise von der Gruppe ausgeschlossen wurde. Er im Kindergarten vor die Tür gesetzt wurde, da er nur 15 min statt 30 min sitzen geblieben ist usw. Da uns der Kindergarten sehr unter Druck gesetzt hat und mein Kind auch dadurch gelitten hat, haben wir vor kurzem mit Ritalin angefangen. Der Kindergarten ist nun mit seinem Verhalten sehr zufrieden. Nun werden wir vom Kindergarten weiter schikaniert, noch eine Autismus - Diagnose stellen zu lassen, weil er es sich wohl nach deren Meinung auch hier auffällig verfällt. Wir wissen mittlerweile nicht mehr weiter. Er soll nächstes Jahr in die Schule kommen und der Kindergarten lässt uns keine Ruhe. Wir hatten bereits über einen Kindergarten - Wechsel nachgedacht, aber es gibt nur einen einzigen im Ort. Auch das Landratsamt und die Gemeinde haben uns nicht weitergeholfen. Der Kindergarten möchte zudem den Diagnosebericht und trotzdem eine Einzelintegration, um Geld zu erhalten und dieses anderweitig einzusetzen. Wir haben alles Erforderlich in die Wege geleitet und trotzdem werden wir sozusagen schikaniert. An wen können wir uns wenden? Mein Kind hält Blickkontakt und spielt gerne mit anderen Kindern. Wir haben nicht den Eindruck, dass er Autismus hat. Er ist eher chaotisch, unordentlich, aufgedreht und lustig. Des Weiteren wurde es vom gleichen Kinderpsychiater ausgeschlossen, als wir mit 2 Jahren aufgrund seiner Hyperaktivität dort waren. Dies hatte ich dem Kindergarten auch schon mitgeteilt. Des Weiteren wurden wir auch vom Kindergarten dazu gezwungen unseren Sohn zu einem Sprachscreening zu schicken, dieses hatte er bestanden. Die Aussage vom Kindergarten war dann: "Wir haben uns gewundert, dass er bestanden hat." Was sollen wir tun? Den Kindergarten verlassen, da uns als Familie und das Kind belastet oder weiterhin dahin schicken. Wer kann uns am besten helfen. Vielen Dank im Voraus Viele Grüße


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, die beschriebene Situation ist für Sie und Ihre Familie verständlicherweise schwierig und belastend. Vor allem wirkt sie ungünstig auf das Selbsterleben Ihres Sohnes. Er sollte sich nicht als Kind erleben, bei dem "immer etwas nicht in Ordnung" ist. Da ein Kinderpsychiater bereits die Diagnose gestellt hat, dass Ihr Sohn nicht unter Autismus leidet, brauchen Sie keine erneute Diagnose vornehmen zu lassen. Sie müssen auch den Erzieher/innen keinen Diagnosebericht aushändigen. Das könnte sich allenfalls lohnen, wenn der Kinderpsychiater etwas über sinnvolle Fördermaßnahmen für Ihren Sohn darin aufgenommen hätte. Möglicherweise hilft es Ihrem Sohn, wenn Sie einen inklusiven Kiga in der Umgebung für ihn finden. Dort können Sie eine an die Diagnose angepasste Betreuung erwarten. Ihren Sohn ganz aus der Kigabetreuung zu nehmen, könnte sich im Hinblick auf den anstehenden Schulbesuch als ungünstig erweisen. Soziales Lernen in der Gruppe und das Einüben möglichst angemessener Verhaltensweisen würden dann für ein Jahr nicht fortgesetzt. Ihr Sohn müsste dann mit der Einschulung wieder neu damit beginnen. Möglicherweise erhalten Sie Unterstützung bei einem Frühförder- oder sozialpädiatrischen Zentrum. Sie können auch den Kinderpsychiater um Hilfe bitten oder eine Familienberatungsstelle aufsuchen.  Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes  


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