Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Mama wird abgelehnt, schon seit einem Jahr

Frage: Mama wird abgelehnt, schon seit einem Jahr

Mimi2912

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Hallo Frau Henkes,    ich habe da ein Anliegen und weiß nicht mehr weiter. Ich habe so viele ähnliche Fragen und Antworten gelesen aber nichts passt wirklich zu unserer Situation.    Mein Sohn will seit über einem Jahr ständig alles nur mit Papa machen. Ich habe meinen Sohn nach seinem ersten Geburtstag abstillen müssen. Ein paar Wochen danach bekam ich einen Bandscheibenvorfall und konnte wochenlang nichts heben oder tragen oder gar richtig laufen. Also musste mein Mann alles übernehmen, was unser Kind betraf. Er ist mit ihm überall hin und hat alles mit ihm gemeinsam gemacht, was eben an stand.   Jetzt ist er aber seitdem nur noch auf Papa fixiert, und er wird bald 2,5 Jahre! Ich darf nur Dinge, wenn er es mir erlaubt und das kommt nicht sehr häufig vor. Immer wenn ich ihm bei etwas helfen möchte, dann schreit er NEIN oder schiebt mich weg und sagt "Papa". Also Papa soll das machen. Ich versuche mich wirklich viel mit ihm zu beschäftigen, ihn zu unterhalten, ihm zuzuhören wenn er mir was sagen will... Alles! Aber ich erfahre immer wieder diese massive Ablehnung und kann damit auch nicht mehr gut umgehen. Es belastet mich einfach, weil es schon so lange geht. Das verstehe ich nicht! Was kann ich machen um unsere Beziehung zu verbessern? Kann oder soll ich irgendwelche Hilfen in Anspruch nehmen? An wen sollte ich mich dann wenden? Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. 


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, Ihr Sohn ist in der Trotzphase. Darin erproben Kinder ihren Willen und versuchen Macht auszuüben. Genau das scheint Ihr Sohn mit Ihnen zu machen. Sie brauchen nicht die Erlaubnis eines Zweijährigen, um bestimmte Dinge zu machen. Das entscheiden Sie. Ihr Mann sollte Sie dabei dem Sohn gegenüber deutlich unterstützen. "Ich mache das jetzt nicht. Das macht jetzt mal die Mama." Ihr Sohn muss lernen, dass Sie in der Familie zu dritt sind. Auch dabei sollte der Vater ihm helfen, indem er Ihre Bedeutung immer wieder betont. Bedenken Sie bitte, dass Sie nicht Schuld an Ihrer Erkrankung und dem dadurch bedingten Ausfall sind. Ein - vor allem unnötiges -schlechtes Gewissen hilft nicht im Umgang mit einem Zweijährigen. Sollten Sie den Eindruck haben, dass Sie die familiäre Situation nicht aus Eigenem verändern können, können Sie sich an eine Kleinkindambulanz oder eine Familienberatungsstelle wenden, um dort Unterstützung zu bekommen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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