Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kita m. 1J

Frage: Kita m. 1J

Prema

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M. Tochter(19M) geht seit 1.Geb. in die Kita für knapp 3h.Hatte den Platz unerwartet früh,wollte nicht verfallen lassen. Gute Kita,gut ausgebildete Erzieher,sehr einfühlsamer+warmer Umgang. Betr.Schlüssel ok (Berlin!)1:5 für 1-3jähr. + gelegentl.Praktik. u mit garantierter KHvertretung. Sanft eingewöhnt-gutes Vertrauensverhältnis zur Bezugserzieherin.Außer bei der 1.Trennung gab es nur 3xAbschiedsTränen (vor Krankheit+nach Urlaub).Oft winkt sie von selbst.Sie geht immer gerne+ist immer gut gelaunt,wenn wir ankommen. Immer freudige Begrüßung bei Abholung,oftl will sie aber trotzdem nicht heim gehen u schüttelt den Kopf. Frage1: WENN Tränen-sollte ich sie bestenfalls wieder mitnehmen?Arbeite noch nicht.Oder kann sie es ohne neg.Auswirkungen auf die Bindung aushalten?Sonst-wie trennen bei Tränen?Schnell/langsam gehen? Was,wenn sich Tränen womögl. irgendwann häufen? Frage2: Überlege,die Kita-Dauer zu verlängern bis nach MiSchlaf (=4,5h).Ihre Meinung?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, mit 19 Monaten befindet sich ein Kleinkind ja schon in der Loslösung. Allerdings könnte diese zeit auch noch einmal von der Wiederannäherungskrise gekennzeichnet sein (s. gezielter Suchlauf). Grundsätzlich ist aber bei sicherer Bindung die Trennung von der Mutter schon besser zu verkraften. Bei sanfter Ablösung kommt ja dann auch die Bertreuerin als Ersatzbezugsperson ins Spiel. Wird die vom Kind schon akzeptiert, könnte man ein paar Tränen insofern verschmerzen. als die Bezugsperzieherin ja auch trösten kann. Wird es mehr als nur "ein paar Tränen", greift dieses Prinzip noch nicht, und man sollte den Eingewöhnungsprozess unter- oder sogar abbrechen. Also das kommt ein bisschen auf die Gesamtumstände an. In diesem Alter ist noch keine "Abschiedsbewusstheit" im eigentlichen Sinn möglich. D.h. das Weggehen der Mutter sollte bei beschäftigtem Kind möglichst unauffällig geschehen. Die Betreuungszeit über Mittag zu verlängern setzt voraus, dass entweder der Mitagsschlaf von der Bezugsbetreuerin richtig belgleitet wird (was bei mehreren Kinder häufig nicht möglich ist), oder das Kind macht keinen Mittagsschlaf mehr. Selten lässt sich ewin Kind in diesem Alter von der Erzieherin einfach so ins Bettchen legen und schläft. Viele Grüße


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