Mitglied inaktiv
Kompliment! Ihre Beiträge sind spannend und von Liebe und Respekt zu den Kindern geprägt! Wir haben einen 12 Monate alten Sohn, den wir seit rund 3 Monaten jeweils an einem Tag die Woche für ein paar Stunden (zwischen 3 und 8) in eine spezielle Baby-Kita schicken, dies damit ich arbeiten gehen kann. Unser Sohn weint nun eigentlich immer, wenn ich ihn in die Kita bringe, beruhigt sich aber meist schnell, wenn er bei seiner dortigen Bezugsperson ist, von dieser getröstet und getragen wird oder mit ihr spielt. Er isst dort auch gut und schläft regelmässig. In der Kita kümmern sich 3 Betreuerinennen um 8 Babys. Wenn ich ihn jeweils hole, so weint er nicht mehr, wie zu Beginn, er klammert sich aber an mich und braucht viel Nähe. Unser Sohn verbringt auch einen Tag die Woche bei meinen Eltern, dort weint er nicht wenn ich weggehe und er begrüsst mich freudiger, wenn ich zurückkomme! Ist das ein Grund, ihn aus der Kita rauszunehmen? Besten Dank für Ihren Rat und freundliche Grüsse! Illona
Stichwort: Fremdbetreuung Liebe Illona, die unterschiedliche Reaktion Ihres Sohnes in der tatsächlichen Framdbetreuung und bei Ihren Eltern zeigt eigentlich exemplarisch, um was es mir bei meinen Anmerkungen zum Thema frühe Fremdbetreuung geht. Ihre Eltern, also seine Großeltern haben im Laufe seines 1. Lebensjahres den Status von Ersatzbzugspersonen erworben. Das ist ein natürlicher Prozess und schließt immer die sanfte Ablösung mit ein, wenn die Großeltern nahe genug wohnen und engagiert sind. Die frühe Fremdbetreuung ist ein Ort für Säuglinge und Kleinkinder mit Fremdheitscharakter. Das ist auch ganz logisch, denn das Orts- und Räumlichkeitsgedächtnis reicht bei ihnen noch nicht aus, Verbindungen zum angestammten Lebensbereich herzustellen. Dazu kommt, dass -so nett sie auch sind- die Erzieherinnen oder Tagesmütter zunächst fremde Personen sind. Sie müssen sich den Vertrauensstatus beim Kind erst einmal erwerben (so wie ich als Arzt in meiner Praxis). Das dauert normalerweise bis zu mehreren Wochen und solange muss die Mutter oder vielleicht auch der Vater dabei bleiben, um dem Kind Rückzugsmöglichkeit zu gewähren ("sichere Basis"). Ganz selten gibt es einmal eine "Sympathie auf Anhieb". Kehrt nun die Mutter zurück, ist das gestresste Kind etwas zurückhaltend, gedämpft und sehr anhänglich. Das ungestresste Kind hingegen begrüßt die Mutter fröhlich und lässt nach der Begrüßung auch wieder von ihr ab, um weiter zu spielen. Es ist sich der Mutter ständig sicher. Was tun? Wenn Sie auf Ihre Arbeit angewiesen sind, können Sie nur so fortfahren, denn mit der Zeit hat er sich ja an seine neue Umgebung und die Erzieherin gewöhnt. Der Personalschlüssel ist übrigens günstig. Das muss man einmal lobend hervorheben. Aber, die Tatsache, dass Ihr Sohn immer noch bei der Übergabe weint, heißt nichts Gutes. Eigentlich müssten Sie noch einmal die sanfte Ablösung praktizieren. Viele Grüße
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