Mali79
Lieber Herr Nohr,unsere Tochter (3,5J) war immer schon ein sehr zurückhaltendes u vorsichtiges Kind.Ähnlich wie der KV, der eine überängstliche Mutter hat u ein Jahr im KiGa auf einer Treppe gesessen haben soll, bevor er sich integrierte.Mit unserer Tochter haben wir, bis zur Corona-Pandemie,2x wöchentlich Kinderkurse besucht,dennoch hat sie keine Kontakte zu Gleichaltrigen aufgebaut u auch laut geäußert andere Kinder nicht zu mögen (Zuhause, mit den Großeltern u ihr zugewandten bekannten Personen ist sie jedoch selbstsicher).Ich bin dann täglich mit ihr zum Spielplatz gegangen u hab gemerkt, dass sie vor ca. 6 Monaten angefangen hat die anderen Kinder zu beobachten.Insbesondere deren aber auch meine Interaktionen mit Ihnen. Manchmal sagte sie auch „Hallo“, wußte aber dann nicht weiter. Wenn sie ein Kind aktiver zum Spiel einlud,lehnte sie das ab u fragte mich, warum das Kind mit ihr habe spielen wollen.Jetzt haben wir für kommenden August endlich einen KiGa-Platz bekommen,aber ich merke nun,dass ich verunsichert bin. Sie sagt mir, dass sie dort nicht hin, sondern lieber bei mir bleiben möchte (Geschwisterchen 08/20 geboren) u ich frage mich, inwieweit ich ihr den KiGa-Besuch zutrauen kann. Auslösend hierfür ist insbesondere das mein Mann selbst ein sehr introvertierter Mensch ist und sowohl den Kindergarten als auch die Schule nicht sehr positiv in Erinnerung hat,obwohl er immer sehr beliebt war.VG
Dr. med. Ludger Nohr
Hallo, ich kann Ihre Sorgen bei der Konstellation verstehen. Ich würde aber den KiGa-Platz auf jeden Fall annehmen und auch zuversichtlich darauf hinarbeiten. Im August ist Ihre Tochter fast 4 Jahre, und gerade weil sie so zurückhaltend ist, sollte ihr in einfacheren Situationen (als z.B. Schule) die Möglichkeit gegeben werden, ihre Form des Kontakts auszuprobieren. In der Schule hat sie keine Wahl und wäre ganz "ungeübt" darin. Es geht um die Erfahrung der Gemeinsamkeit und die Möglichkeit, ihren Platz da zu finden (auch wenn er am Rand ist). Wichtig ist, dass Sie als Mutter ihr das zutrauen und zuversichtlich angehen. Das ist für Ihre Tochter besonders wichtig, da von ihr nicht erwartet werden kann, dass sie jetzt Lust darauf hat. Sie müssen das nicht positiver machen als es ist, aber innerlich ihr die Möglichkeit geben, neue Erfahrungen zu sammeln und damit, mit Ihrer Hilfe, umgehen zu lernen. Es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt und weitere Zurückhaltung könnte ihre Angst vor anderen Kindern noch unnötig vergrößern. Bis dahin würde ich auch schon weiter Angebote (!) machen, Möglichkeiten eröffnen, weder drängen noch kränken, eher ermutigen. Dass der Vater diese Erfahrung gemacht hat sollte Sie hierbei wenig beeinflussen. Die Zeiten und Umgangsformen im KiGa haben sich auch geändert und Ihre Tochter ist jemand anderes. Dr.Ludger Nohr
Mali79
Herzlichen Dank, Herr Nohr! Ihre Antwort bestärkt mich und nimmt mir die Sorge die Situation aufgrund meiner fehlenden Erfahrung mit derartiger Schüchternheit, zu Ungunsten meiner Tochter zu entscheiden!
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