kathrinundclara
Lieber Herr Dr. Nohr, unsere jüngste Tochter (9 Monate) wird übernächste Woche am Herzen operiert. Ich werde mit ihr circa zwei Wochen im Krankenhaus verbringen, und aufgrund Corona werden weder mein Mann noch meine 4-jahrige Tochter Clara uns besuchen dürfen. Das wird für Clara sicher nicht ganz leicht. Sie hat aber bereits eine ähnliche Situation nach der Geburt der Schwester (damsls war ich 12 Tage im Krankenhaus, allerdings kam sie täglich zu Besuch) super gemeistert! In derselben Woche der OP beginnt auch wieder der Kindergarten. Es ist ihr zweites Jahr. Mein Mann und ich sind unschlüssig, ob wir den Start um zB zwei Wochen zuruckverschieben sollen, also bis ich wieder zuhause bin. Ich denke ja, mein Mann meint, ein bisschen "Normalität" und Abwechslung tun ihr vielleicht sogar gut. Sie geht grundsätzlich gerne, redete dort aber bislang kein Wort.. Was meinen sie? Danke!
Dr. med. Ludger Nohr
Hallo, wenn Sie beide Möglichkeiten haben (zu Hause oder Kita), dann sollten Sie Ihre Tochter in die Entscheidung einbeziehen. Als Vierjährige kann sie Zeit zwar noch nicht wirklich einschätzen, aber es kann gut sein, dass Kita und Vater kurzweiliger erlebt wird, als nur Vater. Wichtig ist, dass die Frage "leicht" gestellt wird, nicht schwerwiegend, wie die Situation ja für die Erwachsenen ist. Wenn sie die Kita als zusätzliche Trennung erlebt, wäre zu Hause wahrscheinlich einfacher. Aber wie gesagt, da hat Ihre Tochter ein Wörtchen mitzureden, was Ihnen die Entscheidung auch erleichtern könnte. Alles Gute für Sie, den Eingriff und die Familie. Dr.Ludger Nohr
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