Schaschi
Liebe Fr. Henkes, Meine Tochter ist 3 Jahre alt und geht seit sie 14 Monate alt ist in den Kindrgarten. Es gibt mal bessere und mal schlechtere Phasen, aber alles in allem kann man sagen, dass sie - wenn sie selbst die Wahl hätte - nie von sich aus selbst in den Kindergarten gehen würde. Sie ist ein sehr sensibles, behütetes Einzelkind mit einer starker Bindung. Sie ist charakterlich eher zurückhaltend, mag kein gewusel und Lautstärke. Daher gibt es an jedem Morgen Tränen beim Abschied, nunmehr schon 2 Jahre lang. Ich weiß aber von den Erziehern, dass sie sich gut einfügt, an alle Regeln hält, gut mitmacht, nicht weint, gut spielt, isst, schläft. Natürlich bin ich mir bewusst, dass das für sie mit hoher Kooperationsbereitschaft zusammenhängt und oftmals kippt dann die Laune auch direkt nach dem kiga. Man merkt einfach: es ist viel für mein zartes Mädchen. Viel Lautstärke, viele Kinder, viel zurückstellen. Grundsätzlich hält sie sich eher an die Erzieherinnen, hat aber mittlerweile schon eine Freundin. An den Erziehern kann es nicht liegen: die sind größtenteils wirklich liebevoll, kuscheln auch morgens mit ihr, der erzieherschlüssel ist top (ü3 jahre: Erzieher auf 7 kinder) Ich habe grundsätzlich nicht den Eindruck, als würde sie sich dort per se nicht wohlfühlen. Dennoch zweifle ich natürlich jeden Morgen erneut und das schlechte Gewissen plagt mich. Oft möchte sie auch mittags abgeholt werden, aber das ist aktuell leider nicht möglich aufgrund von Arbeit. Wie gehe ich vor? Ein Gespräch mit den Erziehern ergab, dass sie grundsätzlich dort gut mitmacht und wenig weint. Muss ich einfach akzeptieren, dass sie ein kind ist, das nicht gerne in den kiga geht? Danke für Ihren Rat. LG
Guten Tag, vermutlich spürt Ihre Tochter Ihre Unsicherheit und Ambivalenz bezüglich des Kindergartenbesuchs. Das macht auch sie unsicher. Ihre Tochter muss spüren, dass Sie sicher in Bezug auf den Kigabesuch Ihrer Tochter sind. Sie trauen ihr zu, den Tag dort gut zu bewältigen. Dann kann sie sich morgens leichter auf den Kiga einlassen. Es handelt sich hier um unbewusste Prozesse, die aber eine enorme Wirkkraft enthalten. Veränderungen müssen hier von Ihnen ausgehen. Ihre Tochter ist dafür zu jung. Insgesamt scheint Ihre Tochter doch ganz gut in den Kiga integriert und fühlt sich nicht unwohl. Das könnte Ihnen doch ganz gut die Sorgen nehmen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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