Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kann ich meinem Kind den nur Schaden mit der Betreuung in der Krippe?

Frage: Kann ich meinem Kind den nur Schaden mit der Betreuung in der Krippe?

Julanda

Beitrag melden

Hallo Dr. Posth, meine Tochter soll mit 15 Monate in die Kippe für 6 1/2 Stunden am Tag. Wir haben uns einen Monat wenn nötig auch länger Zeit gegeben zum Eingewöhnen. Ist so eine Fremdbetreuung in der Krippe nur negativ, kann das nicht auch positiv für ein Kind sein. Ich freu mich so wieder arbeiten zu gehen, und muß auch wieder aus finanziellen Gründen.Aber so langsam und so mehr ich hier lese beschleicht mich ein negatives Gefühl. Kann ich meinem Kind den nur Schaden mit der Betreuung in der Krippe? Grüße Julanda


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Stichwort: Fremdbetreuung Liebe Julanda, was Sie ansprechen, ist ein umfangreiches Thema, über das Konferenzen und ganze Kongresse abgehalten werden und an dem sich gesellschaftliche Grabenkämpfe entwickeln. Denken Sie nur an den Vorstoß mit dem Familiengeld. In meinem gezielten Suchlauf gibt es die Stichworte "Kindergarten ab wann?" und "Fremdbetreuung". Die Antworten darin decken sich mit denen für die Frage der Kinderkrippe. Man muss sicher immer zwei Dinge unterscheiden. einmal die wirtschaftliche Seite der Familie und die Notwendigkeit des Doppelverdienertums und zum anderen die entwicklungspsychologische Seite mit dem Postulat des sozialen und "bildungstechnischen" Nutzens für das Kind. Auf beiden Feldern wimmelt es von Missverständnissen. Ich kann aber hier nicht den ganzen Diskurs, der in der Gesellschaft und in der Politik geführt wird, aufrollen. Aber ich versuche einmal eine ganz einfache Antwort auf alles. Wer sein Kind seelisch gesund aufziehen möchte und ihm allzu frühe und allzu große emotionale und psychosoziale Herausforderungen ersparen möchte, der zieht es am besten in den ersten 3 bis 4 Lebnejahren in der Familie groß oder wählt eine Form der frühen Fremdbetreuung, die die entwicklungspsychologischen Ansprüche eine Kleinkindes achtet, integriert und damit verwirklicht. Sprich sanfte Ablösung, Bezugserzieherin/-betreuerinsystem und kindgemäße Umgebung. Man sollte schon das beste für sein Kind wollen. Das kostet natürlich sehr viel Geld! Aber dann darf man sich auf ohne Schuldgefühl seiner eigenen beruflichen Fortentwicklung widmen. Vielleicht hilft Ihnen das schon weiter. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

hallo hr. posth, bisher konnte ich nur mitlesen, denn die fragen wurden immer gleich von anderen "belegt"... :) kurz zu meiner frage: mein sohn ist 4 mon. alt, ich bin in elternzeit. mein freund arbeitet an 3-4 tagen von zuhause aus und der kleine sieht ihn so auch tagsüber des öfteren mal, den großteil der betreuung übernehme aber ich. das heißt ...

Sehr geehrte Frau Henkes, seit einer Woche gehe ich wieder, an zwei aufeinander folgenden Tagen, für jeweils acht Stunden arbeiten. Meine Tochter (Frühchen, korrigiert knapp 15 Monate alt) wird dann von ihrem Vater betreut. Er hat immer viel gearbeitet, war aber an den Wochenenden und am Abend meist präsent und die Beziehung zwischen ihm und de ...

Sehr geehrte Frau Henkes, ich schreibe Ihnen, weil ich von der Reaktion meiner Tochter, wenn ich sie von der Krippe abhole, verunsichert bin. Die Eingewöhnung in die Krippe hat vor 3 Wochen sehr langsam begonnen, da war meine Tochter 11 Monate alt. Bereits am ersten Tag hat sie sich über die anderen Kinder gefreut, wollte jedoch nicht, dass ich ...

Sehr geehrte Frau Henkes, mein 22 Monate alter Sohn geht seit knapp 8 Monaten in die Krippe. Die Eingewöhnung war schwierig, in den ersten vier Wochen war alles prima, er war interessiert an allem und es floss keine Träne, dann kam der Einbruch und es war so schlimm mit seinem Trennungsschmerz, dass die Eingewöhnung insgesamt 4 Monate dauerte. ...

Hallo. Meine Tochter ist 2 Jahre und 3 Monate alt und geht seit Ende September in die Krippe. Sie ist bisher immer 2 Wochen dort und dann eine Woche krank. Die ersten 2 Wochen ging sie sehr gerne hin und freute sich richtig drauf. Die Trennungen liefen sehr gut. Sie wollte sich anfangs nur nicht wickeln lassen und die Erzieherinnen drängten sie au ...

Unsere Tochter (2,5J) wird in der Krippe immer wieder gebissen, gehauen und an den Haaren gezogen (Thema seit 1 Jahr). Mittlerweile kann sie ganz gut reden und ich erfahre mehr von ihrem Alltag. Die Erzieherinnen melden mir zurück, dass sie sich nicht wehrt (als wäre es ihre Schuld). Sie hat schon sehr früh Regeln befolgt (anstellen, nicht hauen, ...

Guten Morgen Frau Henkes,  wir haben momentan folgendes Problem: Unser Sohn ist seit über einem Jahr in der Krippe. Er ist immer gern hingegangen und wollte teilweise nicht wieder mit nach Hause. Seit einer Woche ist es nun so, dass er morgens schon sagt "Kita, nein." wenn wir ihn bringen weint er fürchterlich in der Gruppe weint er wohl auc ...

Guten Abend. Unsere Tochter wird im August 3, geht seit September in die Krippe. Die Eingewöhnung dauerte etwas länger, weil sie immer etwas Zeit braucht um sich mit neuen Situationen wohl zu fühlen. Nachdem sie nun doch gerne in die Krippe ging wurde sie Montag und Dienstag schlimm von einem jüngeren Kind gebissen. Ein Biss war blutig und zwei fü ...

Hallo :)  Die Frage bezieht sich auf unser 4. Kind (im August 25 2 Jahre). Seit März geht sie in die Krippe. Davor war Fremdbetreuung durch Großeltern nur bedingt möglich.  Es musste immer eines der Geschwister dabei sein. Bei Papa ist es kein Problem.  Seit März geht sie in die Krippe. Eingewöhnung lief schleppend aber mit Erfolg.  Hatten dann ...

Sehr geehrte Frau Henkes, mein Sohn ist 17 Monate alt und wurde heute das erste Mal für 4 Std. Durch seine Großeltern betreut. Tatsächlich sehen wir die Großeltern nicht besonders häufig (vielleicht einmal in 3 Wochen). Mein Sohn ist ein sehr aufgeschlossenes Kind und hat bis jetzt so gut wie garnicht gefremdelt. Er ist heute sofort mit den ...