Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

betreuung durch beide eltern/krippe mit einem jahr/stillen

Frage: betreuung durch beide eltern/krippe mit einem jahr/stillen

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hallo hr. posth, bisher konnte ich nur mitlesen, denn die fragen wurden immer gleich von anderen "belegt"... :) kurz zu meiner frage: mein sohn ist 4 mon. alt, ich bin in elternzeit. mein freund arbeitet an 3-4 tagen von zuhause aus und der kleine sieht ihn so auch tagsüber des öfteren mal, den großteil der betreuung übernehme aber ich. das heißt, ab und an wickelt mein freund, zb, wenn der kleine eh schreit und ich mal auf die toilette muss... ;). wenn der kl. 1 jahr ist, will ich mein referendariat beginnen. 1. ist es sinnvoll, dass zunächst noch mein freund zuhause bleibt und der kleine erst mit eineinhalb in die krippe kommt?oder egal? 2. ist es sinnvoll für die entwickl. m. sohnes, dass ich bis zum beginn meines ref. abstille?warum?(kurzreicht völlig, habe dazu gelesen!danke) 3. inwiefern ist es sinnvoll, aufgaben untereinander fest aufzuteilen, damit der kl. keine bindungsstörung o.ä. bekommt?muss man sich fest daran halten? 4. wer ist die bezugsperson, wenn ich wieder arbeite?


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das ideale Konzept ist wahrscheinlich die doppelte 1 1/2 Jahre-Regel, also die erste Hälfte betreut die Mutter die zweite der Vater mit Beginn der Loslösung am Anfang des 2. Lebensjahres. Ich könnte mir vorstellen, dass solche Modelle bei noch sehr ursprünglich lebenden Völker existieren. In unsere zivilisierten Gesellschaft ist dieses Konzept vorerst nicht zu realisieren, da es volkswirtschaftlich zu teuer ist. Außerdem existiert vor allem bei den Männern noch nicht das hierzu nötige Bewusstsein. Aber ich kann mir vorstellen, dass sich das in den nächsten jahren und Jahrzehnten ändern wird. Aus diesen Ausführungen können Sie ableiten, dass es immer besser ist, wenn eine Kleinkind eher später als früher in die Fremdbetreuung kommt. 11/2 Jahre ist aber auch noch kritisch. Ein ausreichend lange sanfte Ablösung ist unbedingt voraussetzung. Gestillt werden sollte ein solches Kind am besten nicht mehr. Das sollte dann auch nachts bis zum 1. Geburtstag beendet sein. Ein relativ konstante Aufteilung der Rollen zwischen den Altern sollte vorhanden sein, ändert sich aber auch auf natürliche Weise im zweiten Lebensjahr durch die Loslösung. Die primäre Bezugsperson bleibt immer die primäre Bezugsperson. Der Vater wird Loslösungsvorbild. Viele Grüße


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