Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, unser Sohn (21 Mon.) geht problemlos zu Großeltern,ist nach anfänglicher Schüchternheit offen gegenüber Fremden.Wir versuchten im Sept, Eingewöhnung in einer Mini-Kita (10 Kinder, 2 Erzieherinnen), da war er noch sehr anhänglich,wir brachen wieder ab.Nun waren wir wieder für 3 Wo tgl. dort.An manchen Tagen spielt er 45 Min am Stück ohne ein Mal nach mir zu schauen, an anderen ist er sehr anhänglich.Unabhängig davon weinte er bei jedem Trennungsversuch heftig und beruhigte sich nicht.Ich möchte so nicht gehen, die Erzieherin setzt uns nun unter Druck.Gibt noch max. 3 Wo in denen die Eingewöhnung abgeschlossen sein soll, sie wären "keine Krabbelgruppe" und Eltern "stören Tagesablauf".Ich finde sein Verhalten normal, bin stolz, dass er schon so lange allein spielt, da er vor wenigen Monaten noch sehr, sehr anhänglich und Mama-bezogen war. Sie meinte er wäre dann eben wohl noch nicht kita-fähig und ich solle bis 3 warten.Was meinen Sie? Vielen Dank!
Stichwort: Fremdbetreuung Hallo, das Thema frühe Fremdbetreuung und Kindergarten-Pädagogik ist ein "heißes Eisen" geworden. Einerseits steht da die Sozialpolitik mit einer Forderung an Arbeitsfähigkeit beider Eltern schon bald nach der Geburt eines Kindes (14 Monate Elternzeit und -geld als Karenz), andererseits steht da eine überforderte Frühpädagogik, die der Flut der Porbleme in der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren nicht mehr Herr wird. Und jetzt kommt auch noch die Entwicklungspsychologie und will den Pädagoginnen sagen, wie frühe Fremdbetreuung richtig eingeleitet werden muss. Aber bei allem Verständnis für die Position der Erzieherinnen, hier geht es um das gesunde Seelenleben von Menschen, annähernd einer ganzen Generation, und da muss die Frage erlaubt sein, ob nicht die sozialpolitische Forderung an der Realität im Aufziehen von Kindern vorbeigeht. Demnächst wird zu dieser Fragestellung ein Buch im Kohlhammer-Verlag erscheinen mit dem Titel: "Die Jüngsten in der Krippenpädagogik". Ihr Sohn ist noch nicht einmal 2 Jahre und wird schon dem Gruppenleben von Kindern mit all seinen emotionalen und sozialen Herausforderungen ausgesetzt. Da ist der Schutz der Mutter, die sichere Basis solange noch Programm, solange das Kind noch keine feste Bezugsbetreuerin oder Ersatzbezugsperson gefunden hat. Ihr Standpunkt ist also der absolut richtige. Nur müssen Sie diesen noch in der Frühpädagogik erkämpfen. Störende Mütter im Tagesablauf darf es in einer Ki-ta mit unter 3-jährigen nicht geben. Mütter und Erzieherinnen müssen zusammenarbeiten, wie übrigens Kinderärzte und Mütter auch. Fragen Sie einmal die Erzieherinnenen, was passierte, wenn Kleinkinder ohne ihre Mütter (oder Vater!) regelmäßig zu uns in den Behandlungsraum müssten!!! Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Hallo Frau Henkes, Meine Tochter ist 20 Monate alt, und seit zwei Wochen befinden wir uns in der Kita-Eingewöhnung. Sie ist sehr gerne dort, interessiert sich für die anderen Kinder und nimmt auch Kontakt zu den Erzieherinnen auf – besonders zu einer von ihnen. Allerdings fällt ihr die Trennung von mir noch schwer: Sobald ich ihr sage, dass ...
Sehr geehrte Frau Henkes, unsere Tochter (2 Jahre 2 Monate alt) war an ihrem ersten Kita-Tag am 15.9. Feuer und Flamme. Auch am zweiten Tag spielte sie mit Freude und ließ sich auf die Erzieherinnen ein. Das neue, skandinavische Eingewöhnungsmodell, das dieses Jahr erstmalig in der Kita getestet wird, sah vor, dass ich die ersten beiden Tage im ...
Guten Abend Frau Henkes, unsere Tochter, 21 Monate, noch Einzelkind, befindet sich seit Längerem in einer Phase, in der sie auf gar keinen Fall ihre Spielsachen mit anderen, vor allem jüngeren Kindern, teilen möchte. Wir empfinden das als normal und erlauben ihr dieses Verhalten so gut es geht. Umgekehrt ist sie sogar schon ziemlich einsichtig, ...
Guten Tag Frau Henkes, unser Sohn, 20 Monate, geht seit September in die Krippe. Er kennt die Einrichtung bereits, da auch sein großer Bruder dort ist und so lief die Eingewöhnung problemlos. Wir sind dennoch langsam Schritt für Schritt vorgegangen, das Mittagessen hat er sich zum Beispiel irgendwann selbst eingefordert und auch mit dem Schla ...
Sehr geehrte Frau Henkes, unser Sohn (18 Monate) befindet sich seit dem 01.10. in der Eingewöhnung. Es handelt sich um eine kleine Einrichtung mit derzeit 6 Kindern und 2 Erzieherinnen. Künftig soll L. dort von Mo bis Do 8.15 bis 12.30 Uhr bleiben (Mittagschlaf wird zuhause gemacht). Bereits am ersten Tag hatte er wirklich Spaß und ist nach ...
Sehr geehrte Frau Henkes, Vielen herzlichen Dank für Ihre informative Rückmeldung zu meiner Frage vom 20.10. Seither wird die Situation immer schwieriger. Am Montag musste ich meinen Sohn bereits nach einer halben Stunde abholen, weil er immer wieder geweint hat. Er war fix und fertig als ich ankam. Am darauffolgenden Tag meinte die Erziehe ...
Hallo Frau Henkes, Im Moment ist unser Kleiner (3 Jahre alt) sehr trotzig, testet Grenzen und möchte vieles nicht machen (besonders beim Anziehen, aufräumen und aufs Klo gehen). Er sagt beim Anziehen oft er will das nicht oder: "Ich kann das nicht", obwohl er sich inzwischen ganz gut schon selber anziehen kann. Wenn etwas nicht auf Anhieb klapp ...
Hallo Frau Henkes, Es geht um meinen 5-jährigen Sohn. Er ist noch nie besonders gerne in den Kindergarten gegangen, aber es war dann okay. Seit drei Wochen weint er schon am Abend und das Abgeben ist sehr belastend für ihn und uns Eltern, weil er so traurig ist. Auf die Frage, warum er nicht gerne geht, antwortet er dass er Heimweh hat und es i ...
Liebe Frau Henkes Wir hatten gestern ein Gespräch in der Kita und ich habe am Abend zufällig einen Beitrag über PDA-Kinder gesehen. Ich erkenne einige Muster bei meiner Tochter und mache mir nun grosse Sorgen. Wir haben immer Mühe mit Anziehen (sie rennt weg oder fängt an etwas anderes zu tun), Zähneputzen und Frühstücken. Man muss sie immer ...
Sehr geehrte Frau Henkes, Unser Sohn (21 Monate) besucht seit dem 01.10.2024 eine Kleinkindergruppe mit 7 Kindern und 2 Erzieherinnen ( Mo bis Do 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr). Nach einer etwas durchwachsenen Eingewöhnung und einer krankheitsbedingten Unterbrechung von 3 Wochen im November 2024 geht er seither regelmäßig. An sich geht er gerne hin, ...
Die letzten 10 Beiträge
- Übergänge gestalten
- Trennungsschmerz
- Wackelzahnpubertät oder auffälliges Verhalten?
- Wie viel Macht / Mitbestimmung für einen 8-jährigen
- richtiger Umgang in herausfordernder Phase
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird