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Sehr geehrter Dr. Posth, meine Tochter ist noch nicht ganz 5 Monate alt und ich glaube sie fängt schon an zu fremdeln. Vor ein paar Tagen waren wir bei der Oma (die sieht sie nur alle 2 bis 3 Wochen), und da hat sie ganz doll geweint. Wir konnten sie überhauptnicht beruhigen. Erst als mein Freund und ich wieder mit ihr zu Hause waren, hat sie sich beruhigt. Bei anderen Bekannten ist mir das jetzt auch schon aufgefallen. Erst mustert sie die Leute und dann weint sie. Kann man was dagegen tun oder wie lange dauert diese Phase? Wir wollen unsere Tochter nämlich übermorgen bei der Oma lassen (nachmittags), da wir einen Termin haben. Nun hab ich natürlich etwas Angst, dass sie die ganze Zeit nur weint. Was können Sie mir da empfehlen? Vielen Dank für Ihre Antwort. Yvonne
Liebe Yvonne, das Fremdeln eines Säuglings muß unbedingt respektiert werden. Es ist das sicherste Zeichen für die eingegangene Mutter-Bindung und es darf nicht unnötig auf die Probe gestellt werden. Dadurch verschlechtert sich die Mutter-Bindung, vielleicht nicht bei einem Mal, aber sicher, wenn man das Verhalten ständig übergeht. Das Fremdeln dauert bis zum Ende des 1. Lebensjahrs und mündet dann ziemlich nahtlos in die Anhänglichkeit (s. ein Langtext, Teil 2, link oben links). Viele Grüße.
PS. gemeint ist mein Langtext über das emotionale Bewußtsein
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