Mitglied inaktiv
Hallo Hr. Dr. Posth, nachfolgend möchte ich Sie zitieren. -- (...) es ist für ein Kleinkind immer ein traumatisches Erlebnis, wenn seine Mutter es weinend in fremder Umgebung oder bei fremden Personen zurückläßt. Daran besteht kein Zweifel und je kleiner ein solches Kind ist, desto tiefer geht die seelische Wunde. Aber die Natur hat den Kindern aus Überlebensgründen Mechanismen mitgegeben, das seelische Leid um der Anpassung willen zu unterdrücken. Das führt vordergründig zu einer Problemlösung des Konfliktfalls (die Erzieherinnen freut's), hintergründig jedoch droht ein kaum zu verarbeitendes Lebenstrauma, je nach Härte des Vorgangs und der Vorbelastung des Kindes. Das aber zeigt sich erst viel später im Leben und da haben die Erzieherinnen mit dem Kind in der Regel nichts mehr zu tun. -- Mich würde sehr interessieren, in welcher Form sich das im späteren Leben zeigt. Es ist erschreckend wie verbreitet dieses "weggehen + Weinen lassen" heute noch ist. Danke Hatice
Hallo, die Folgen der harten Trennungen, wenn sie an Quantität und Qualität intensiv genug gewesen sind, sind Trennungsängste, Angstneurosen, Soziophobien, schweres Heimweh und im Einzelfall auch die Zeichen der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Merwürdigerweise wird in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oft so getan, als kämen diese Störungen aus heiterem Himmel oder wären Folgen von genetischer Veranlagung. Im Einzelfall mag eine genetische Veranlagung tatsächlich an der Ursache beteiligt sein, aber gerade das sollte daran gemahnen, schon präventiv den Ausbruch solcher Störungsveranlagung zu verhindern. Die Trennungsangst ist die aber häufigste Angstform älterer Kleinkinder und Schulkinder (Schulphobie), es macht nicht viel Sinn, diese hohe Zahl allein auf genetische Anlagen zurückzuführen. An einer sanften Ablösung in jede Fremdbetreuung im Alter unter vier Jahren (z.T. auch noch darüber) führt meines Erachtens grundsätzlich kein Weg vorbei. Viele Grüße
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