Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Fremdbetreuung / Schlafplatz

Frage: Fremdbetreuung / Schlafplatz

Mitglied inaktiv

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Hallo Herr Dr. Posth Sie haben uns schon sooft weitergeholfen. Vielleicht können Sie mir auch heute wieder einen Rat geben? Mein Sohn (mittlerweile 12 Monate alt, ehem. Schreikind) war bisher noch nie alleine bei Verwandten. Ich war stets dabei, wenn ich mal für 1-2 Stunden ohne ihn weggegangen bin, war mein Mann bei ihm. Nun möchte ich in zwei Wochen einen Kurs machen, und mein Mann muss an zwei Tagen arbeiten. Ich habe deshalb überlegt, ob ich meinem Sohn bei meinem Bruder lassen kann. Es geht um ca. 1 1/2 Stunden. Er kennt ihn, mag ihn, war aber bisher noch nicht alleine bei ihm. Ich könnte mir vorstellen, dass es keine Schwierigkeiten gibt, wenn die beiden z.B. spazieren od. auf den Spielplatz gehen. Telefonisch bin ich natürlich erreichbar und werde auch abbrechen, wenn es nicht klappen sollte. Was raten Sie mir? Wie stehen sie generell einer Fremdbetreuung in diesem Alter und über einem so kurzen Zeitraum gegenüber? (Ich hoffe, Sie können meine Gedanken nachvollziehen?? Für viele andere -auch in unserem Freundeskreis- ist es das normalste auf der Welt, ihr Kind -auch deutlich jünger, bwz. auch über eine viel längere Zeit, bzw. über Nacht- abzugeben, ich habe es aber bisher noch nie gemacht) Ab wann brauchen ihrer Meinung nach Kinder nachts ein eigenes Zimmer? Unser Sohn schläft noch bei uns im Zimmer, im eigenen Bett direkt neben mir. Ich höre zur Zeit jedoch immer wieder, dass man -aus den verschiedensten Gründen- mit einem Jahr langsam ausquartieren sollte. Vielen herzlichen Dank schon im Voraus!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Fremdbetreuung Hallo, es ist korrekt, was die beiden anderen Mütter dankenswerterweise schon geantwortet haben. Dem möchte ich noch hinzufügen, daß gerade ein ehemaliges Schreikind, das vielleicht nur unter erschwerten Bedingungen ein sichere Bindung hat eingehen können, jetzt in der Loslösungphase noch viel verlorenes Terrain wiedergutmachen kann. Daher sollte die Fremdbetreuung mit entsprechender Behutsamkeit begonnen werden, was aber nicht heißt, daß sie nicht stattfinden darf. Also möglichst in der eigenen Wohnung (außer vielleicht bei den Großeltern), mit einer bekannten und akzeptieren Ersatzbezugsperson und zunächst für einen überschaubaren Zeitraum ist sicher vertretbar. Das Handy in der Tasche macht dabei Sinn. Viel Glück


Mitglied inaktiv

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Hi, Dr. Posth hat zum Thema "eigenes Zimmer" (Stichwort) schon oft geantwortet und vertritt die Meinung, dass ein Kind unter 3-4 Jahren nicht nach einem eigenen Zimmer strebt und bis dahin in unmittelbarer Nähe zu den Eltern schlafen sollte. Ab 3-4 Jahren erlebt es den Umzug in ein eigenes Zimmer möglicherweise sogar als aufwertend und schläft gerne alleine im Raum. Sagen wollte ich aber eigentlich, dass die Meinung der anderen in diesem Fall wirklich zweitrangig ist. Ich erzähle einfach niemandem, dass mein Sohn immer noch in unserem Bett schläft. Hat ja eigentlich auch niemanden zu interessieren, oder? Andrea


Mitglied inaktiv

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DANKE für das Stichwort:-) Habe vorher schon ettliches in die Suchanfrage eingegeben, bin aber bisher nie fündig geworden. LG


Mitglied inaktiv

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Hallo, ich habe das gleiche "Problem", Sohn ebenfalls 12 Monate und noch nie woanders als beim Papa, wenn ich weg war. Ich werde jetzt mal anfangen es zu wagen. Mich interessiert vor allem auch, wie er reagiert auf derartige Abwesenheiten von mir. Allerdings lasse ich ihn bei den ersten Versuchen hier zu Hause betreuen, das heißt, eine Freundin kommt hierher und betreut ihn (Familie ist leider nicht vor Ort). Das finde ich für den Anfang besser. Grundsätzlich glaube ich, dass es ab 1 Jahr für ein Kind auch bereichernd sein kann, Zeit mit anderen zu verbringen (für die Mutter übrigens auch!). Eine sichere und gute Bindung immer vorausgesetzt. Dr. Posths Vorbehalte gegenüber früher Fremdbetreuung beziehen sich wohl eher auf beruflich bedingte tägliche Abwesenheit über mehrere Stunden, oder? Ich denke, du kannst es wagen! Kerstin


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