Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth! Unser Sohn,28 Monate, macht seit einiger Zeit so ein Theater beim Essen,ich weiß nicht mehr weiter.Es ist mittlerweile ein richtiger Machtkampf.Er fängt an,ein paar Happen zu essen,spielt dann damit rum oder läßt die letzten 3 Häppchen liegen.Wenn ich dann schimpfe und sage laut zu ihm,er soll es doch bitte essen,nimmt er die Gabel in die Hand,guckt mich dabei an,und steckt es extra NICHT in den Mund.Manchmal muss ich es ihm buchstäblich reinwürgen!Mir macht es auch keinen Spaß,ihm das anzutun,aber 1.muss er essen und 2.will ich auch nicht dass er denkt,er kann es jetzt immer so machen.Mir graut schon vor jeder weiteren Mahlzeit.Ich weiß mir nicht mehr zu helfen.Oder soll ich,wenn er nicht mehr essen will,einfach sagen gut,dann gibts nichts mehr?Ich verstehe auch nicht,da er weiß,Mama schimpft und gibt mir nen leichten Klaps auf den popo,dass er es immer wieder tut?? Bitte helfen Sie mir. Vielen Dank, STeffi
Liebe Steffi, die Trotzphase, in der sich Ihr Sohn befindet, gebietet es ihm, seine Bestimmungsmacht gegen die Ihre zu setzen. Auf einen solchen Machtkampf dürfen Sie sich aber nicht einlassen! Denn dabei gibt es nur Verlierer. Ihr Sohn verliert die günstige Ausgangsbasis zur Selbstentwicklung, denn er wird durch Ihre drakonischen Maßnahmen gedemütigt. Sie verlieren, weil Ihr Sohn durch seine Verweigerung Sie bis an den Rand der Verzweiflung treiben wird. Das tut er aber nicht, weil er Sie bestrafen möchte, sondern weil er um seiner selbst willen so handeln muß. Ändern Sie also sofort Ihr Regime: Erstens muß ein Kind nicht aufessen. Sie könnten Ihm ja sonst nach Belieben einen riesigen Berg Nahrung auf den Teller schaufeln, so viel wie er gar nicht vertragen kann. Ein Kind spürt, wann es satt ist!! Und dieses Spüren von Sattsein ist ein wichtiger Lernprozeß fürs ganze Leben. Zweitens: ein Kleinkind spielt beim Essen und mit dem Essen! Essen muß Spaß machen. Die Notwendigkeit zur Ernährung kann ein Kind dieses Alters noch gar nicht verstehen. Essen ist Befriedigung von Hunger und dazu gehört Vergnügen. So wertet es das Kind. Drittens: Selbstbestimmung beim Kind darf nie durch Strafen beschnitten werden, nur durch überzeugendes Gegenreden, gemeinsames Aushandeln von Lösungsmöglichkeiten und manchmal auch durch freundliches Überlisten. Überlegen Sie einmal, wie es Ihnen als Kind ergangen ist und welchen Wunsch Sie an Ihre Eltern gehabt haben. Wurde dieser erhört? Wenn Sie alleine nicht klar kommen, sollten Sie sich an eine Beratungsstelle für Erziehungsfragen wenden, die es kostenfrei in jeder Gemeinde und Stadt gibt. Viele Grüße
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