Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Einschätzung Verhalten/Bindung

Frage: Einschätzung Verhalten/Bindung

Piccolina81

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Guten Tag, ich habe eine Frage bezüglich meinem 16monatigen Sohn. 6 Wochen gestillt, schläft seit Geburt bei mir bzw. im Beistellbett. Oft erkältet im 1. Lj und Zahnungsbeschwerden. Häufig getragen, oft auch im Tragetuch. Zuhause sehr Mamabezogen, Papa wird abgelehnt, phasenweise sehr anhänglich. will nur von mama ins bett gebracht oder getröstet werden. ich arbeite 1.5 Tage. mein mann schaut einen halben Tag auf den Kleinen, meine Eltern einen Tag. Wenn man Mann schaut und ich gehe, weint der Kleine stark, beruhigt sich aber kurz danach wieder. Wenn ich zurückkomme sucht er sofort Körperkontakt zu mir, manchmal weint er auch und will Trost. Nun zu meiner Frage: Meine Eltern sind tolle Grosseltern. Mein Kleiner weint nie, wenn ich ihn dalasse. Seit einiger Zeit will er nicht auf meinen Arm wenn ich ihn abhole bzw wird teilweise wütend, weint und klammert sich an meine Mama oder meinen Papa. Ist ein solches Verhalten normal oder stimmt etwas mit der Bindung nicht? Will er vielleicht einfach noch nicht nach Hause oder sieht er meine Eltern als Loslösungsvorbild? Das Verhalten schmerzt sehr und macht mich als Mama sehr traurig


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Hallo, es besteht kein Grund zum traurig sein. Ihr Kind hat die Großeltern in den nahen Bereich aufgenommen, was ihm für den Betreuungstag sehr hilft. Das bedeutet, dass bei Ihrer Rückkehr nicht sofort umgeschaltet werden muß. Sie sind ja da und so kann der Kontakt zu den Großeltern langsam und behutsam beendet werden. Das bedeutet nicht, dass Sie weniger wichtig oder nah sind, sondern dass sich die Form durch Entwicklungsstand und Situation ändert. Auch Sie sollten bei der Rückkehr keine Sofort-Ansprüche stellen, sondern ebenso behutsam und anbietend (nicht fordernd) in Kontakt gehen. Das ermöglicht Ihrem Kind, innerlich nicht in eine entweder-oder Position zu müssen, sondern es kann sich verabschieden und zuwenden. Damit wird es für alle passender. Dr.Ludger Nohr


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