Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, unsere 2 Kinder (fast 3 und fast 5) haben sich im Moment ständig in den Haaren. Wenn sie sich mal kurz vertragen, um Unfug zu machen, beginnt nach spätestens 3 Minuten der nächste Streit. Meist ist es so, dass der Große die Kleine tritt oder boxt. Die Kleine lässt sich relativ viel gefallen, geht dann weg und wehrt sich, wenn die Angriffe dann nicht aufhören. Am vergangenen Wochenende war es so, dass die beiden sobald sie sich gesehen haben in der Wolle hatten. Wir haben dann viel mit jedem Kind alleine unternommen und sobald die Kinder getrennt waren, waren sie die liebsten Kinder. Sobald wir wieder zusammen waren, ging der Streit wieder los. Ich vermute, dass momentan viel Eifersucht hinter dem Verhalten des Großen steckt. Die Kleine geht seit einigen Wochen mit ins Kinderturnen und kommt nächsten Monat auch in den großen Kindergarten. Somit sind seine bisherigen Besonderheiten momentan nichts mehr besonderes für ihn. Er hat zwar noch einige "Privilegien" (darf alleine zu Freunden, darf alleine zu Oma und Opa laufen, hat besondere Aufgaben im Haushalt) aber die Kleine holt ihn mit Riesenschritten ein. Er äußert auch ab und an, dass er wütend ist. Ich versuche immer wieder etwas alleine mit dem Großen zu spielen oder zu unternehmen. Er genießt diese Situationen dann sehr. Aber immer geht das nicht. Wie kann ich den Kindern helfen? Danke Ulli
Liebe Ulli, Geschwisterrivalität ist schwer zu beeinflussen, weil die Kinder, wenn sie in relativ engem Abstand sind, diese Reibereien regelrecht brauchen und suchen. Es dient der Abgrenzung und der Absteckung von Kompetenzen. Versucht man als Eltern das alles auszugleichen, erleidet man nahezu immer Schiffbruch. Zu guter letzt hat man beide Kinder dann gegen sich. Man wird sich darauf beschränken müssen, auf eigenes Vorziehen oder Benachteiligen eines Kindes soweit wie möglich zu verzichten und beim Verteilen aller Gaben, der ideellen, wie der materiellen einigermaßen gerecht zu sein. Ansonsten wird man nur schlichten können ohne Partei zu ergreifen. Das ältere Kind noch ein wenig aufzuwerten, könnte im Moment allerdings entspannend sein. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo! Vielleicht ist es ja etwas für ihn, wenn er allein in einen anderen (Sport-)verein darf, für den die Schwester noch zu jung ist. Zuhause würde ich viel mit beiden zusammen spielen und Situationen schaffen, in denen die beiden zusammen etwas schaffen müssen (z.B. Drachen bauen, Kuchen backen, etwas schweres transportieren o.ä.) damit sie merken, daß sie zusammen gehören und nicht nur Konkurrenten sind. Viele Grüße Sabine
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