Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Die "Ich-weiß-nicht-was-ich-will" Phase

Frage: Die "Ich-weiß-nicht-was-ich-will" Phase

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Sehr geehrter Dr. Posth, ich hoffe wiedermal auf Ihren geschätzten Rat.Meine Tochter (20M.) weiß im Moment oft nicht was sie will.Tagsüber geht es ja noch einigermaßen,aber abends im Bett ist es oft ganz schlimm (Schlafsack anziehen,dann wieder ausziehen,In mein Bett, in ihr Bett, Flasche trinken oder nicht trinken, Buch anschauen oder nicht anschauen, usw.) und ich bin mir oft unsicher ob ich nicht zu nachgiebig bin.Meist folge ich ihren Wünschen,aber manchmal wird es mir dann auch zuviel und sage einfach Schluß jetzt wird geschlafen.Dann gibt es meist ein paar Tränchen,aber dann legt sie sich hin und schläft (meistens).Wie gehe ich denn hier am besten mit ihr um? Sie schläft seit Geburt im Elt.schlz.,gemeinsames Einschlafen mit Ritual.Bindung und LL m.E. gut. In ihrem Buch (das ich derzeit lese) schreiben sie auch von REgeln die man nun schon einführen kann.Wie könnte denn so eine Regel aussehen (z.B. aufs Schlafen bezogen). Vielen lieben Dank. Viele Grüße Jessi


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Jessi, zunächst einmal sollte man zu verstehen suchen, was eigentlich im Kind passiert, wenn es solche Verhaltensweisen zeigt. Am Ende des 2. lebensjahres wissen die Kinder zwar schon ganz gut, was sie wollen, sie können sich aber oft noch nicht gut entscheiden, wenn sie die Wahl zwischen zwei ähnlich starken Wünschen oder Bestrebungen haben. Fühlen sie sich insgesamt schlecht, sind sie verärgert oder müde, dann spitzt sich diese Entscheidungsschwäche deutlich zu. Genauso ergeht es wohl Ihrer Tochter, die dann ihr Dilemma nicht nur spürt, sondern es auch noch kräftig auslebt. Wenn man das bedenkt, kann man dem Kind nach einer gewissen Toleranz durchaus damit helfen, dass man als Eltern jetzt entscheidet, was endgültig Sache ist. Zwar verärgert man auch dann sein Kind einen Moment, weil es sich übermächtigt fühlt, im Endeffekt ist es aber ganz zufrieden damit, von der Last der Entscheidung entbunden zu sein. Erleichtern können Sie einem Kind solche Entscheidungsschwierigkeiten tatsächlich durch relativ feste Regeln. An der Erstellung dieser Regeln soll das Kind seinen Fähigkeiten nach beteligt sein, damit es immer ein Stückchen "Selbst" in der Abmachung wiederfindet. Viele Grüße


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