Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, mein Sohn (2 Jahre 9 Monate) wurde vor ein paar Tagen operiert (Polypen-Entfernung und Mandelverkleinerung, 1 Tag stationär im Mutter-Kind-Zimmer). Wir haben ihn mit zwei Bilderbüchern etwas darauf vorbereitet und er hatte auch wirklich gar keine Angst. Durch den Saft war er völlig weggetreten und ist angeblich völlig entspannt eingeschlafen. (Ich war bis ganz kurz davor dabei.) Was ganz schlimm war, war das Aufwachen aus der Narkose, da war ich dabei (also ca. eine Minute nach seinem Aufwachen war ich da) und er war eine halbe Stunde völlig von Sinnen und irgendwie noch gar nicht richtig bei sich, hat sich aufgebäumt, geschrieen usw. und sich von mir gar nicht beruhigen lassen. Das war so schrecklich! Dann ist er noch mal für eine gute Stunde eingeschlafen. Danach war er ganz ruhig und lieb wie immer und kann sich nun auch offensichtlich nicht mehr an die furchtbare Aufwachphase erinnern. Im Moment ist er noch ein bisschen „durch den Wind“ und etwas anhänglicher als sonst. Nun habe ich Angst, dass er, obwohl er sich nicht bewusst erinnern kann, ein Trauma davonträgt. Was meinen Sie und wie kann ich das vermeiden bzw. ihm helfen darüber hinwegzukommen? Vielen lieben Dank für Ihre Antwort, die ich immer außerordentlich schätze!
Antwort folgt
Hallo, was Ihr Sohn nach der Operation durchgemacht hat, nennt sich Durchgangssyndrom. Die Betäubungsmittel im Gehirn für die Operation gehen auch in das Fettgeweb des Körpers. Von dort strömen Sie nach der Operation zurück ins Blut und erreichen noch einmal das Gehirn, wenn auch in viel schwächerer Dosis. Die aber reicht dafür aus, das Bewusstsein noch einmal zu benebeln, die Gefühle aber und möglicherweise auch noch bestehende Schmerzen sind für den Betroffenen wieder wahrnehmbar. Die Gefühle bestehen aber hauptsächlich aus Angst, selbst wenn die Narkoseeinleitung angstfrei verlaufen ist. Der ganze Zustand ähnelt in gewisser Weise dem des Pavor nocturnus. Ist die Phase durchgestanden, ist der Betroffene wieder normal und hat keine Erinnerung an seinen vorherigen Zustand. Auch Erwachsene erleben ein solches Durchgangssyndrom, wenn auch nicht so heftig. Auswirkungen auf die Psyche hat das erst einmal sicher nicht. Sie können also ganz beruhigt sein. Viele Grüße und danke für Ihr Lob
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