Mitglied inaktiv
Lieber Dr Posth, ob Ihnen die Ohren klingeln, wenn ich Sie ständig zitiere? Ich lerne und profitiere viel in Ihrem Forum: herzlichen Dank für Ihre Arbeit! Meine Frage: im Mai werde ich fünf Tage auf einer Fortbildung sein - die erste Trennung von meinem dann zweijährigen Sohn. Er wird etwa zu gleichen Teilen von mir und meinem Mann betreut und hat sich seit Monaten festgelegt: Tagsüber bevorzugt er Papa - sofern der da ist - nachts und morgens findet er mich unerlässlich. Er ist sehr kontaktfreudig, ausgeglichen und strahlt rundum Sicherheit und Geborgenheit aus. Die Jungs werden ohne mich klar kommen, aber auch an normalen Tagen gibt es ja mal Weinen nach dem jeweils Abwesenden - kann/soll ich ihn vorbereiten: Kann er verstehen, wenn ich ihm VORHER sage, dass ich weg muss (bzw kann er umgekehrt "einfach weg sein" als größeren Verlsut wahrnehmen?)oder ist auch dann das übliche Verfahren (Ablenkung in traurigen Momenten) ausreichend? Sollte ich mit ihm telefonieren - oder bin ich einfach weg und gebe ihm nach der Rückkehr ausreichend Zeit? Danke für Ihre Einschätzung
Liebe Annette, solche Einschätzungen sind ohne Kennen der Personen immer schwierig. Wenn Ihr Sohn eine starke Bindung auch an seinen Vater hat, kann dieser sie durchaus vertreten. Man sollte gemeinsam ein paar Mal vorher über diese Veränderung reden. Das wird dann vom Kind nicht voll bewußt aufgenommen und vorab verarbeitet, aber es deklariert Offenheit, und Offenheit bietet auch schon einem Kleinkind die Gewähr, daß eine Versprechung wie 'Mamma kommt bald zurück' auch der Wahrheit entspricht. Ich denke auch, daß gemeinsames Telefonieren während der Abwesenheit sinnvoll sein kann, es sei denn, Ihr Sohn würde nach den Telefonaten regelmäßig bitterlich weinen. Viele Grüße
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