Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

2 Fragen (Schnuller, evtl. Tageskind)

Frage: 2 Fragen (Schnuller, evtl. Tageskind)

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Lieber Herr Dr. Posth, immer wieder wende ich mich an Sie, recht herzlichen Dank, dass Sie immer so geduldig antworten! Dass ich schon wieder schreibe, dürfen Sie gern als Kompliment auffassen. Heute habe ich 2 völlig verschiedene Fragen: Unsere Tochter ist jetzt 19 Monate alt. Sie hat seit ihren ersten Lebenstagen einen Schnuller zum schlafen und bisher auch öfter tagsüber bekommen (beim Zahnen, Unruhe...). Ihr Schnuller ist ihr außerordentlich wichtig und nachts hat sie fast 10 Stück im Bett, um immer einen finden zu können. Ich finde eigentlich, dass sie vom Alter her den Schnuller tagsüber so langsam abgeben sollte. Ich finde es ok zum Schlafen und z.B. länger Auto fahren und in bestimmten Ausnahmesituationen (krank etc.). Nun kommen die Schnuller morgens eine Box und ich sage, dass sie sich nun ausruhen müssen und sie sie wieder bekommt, wenn sie schlafen geht. Anfangs hat es ganz gut geklappt, aber momentan verlangt sie tagsüber sehr häufig ihren "Nuller". Ist es richtig, konsequent zu sein? Oder ist das für ihre Psyche schädlich? Wie begründe ich die Konsequenz am Besten, wenn sie denn richtig ist? Ich will ihr weder einen wichtigen "Tröster" nehmen, noch will ich, dass sie sich an diese "Ersatzbefriedigung" gewöhnt. Deshalb bekommt sie z.B. wenn sie gefallen ist Zuwendung, Nähe, Lieder- aber keinen Schnuller, Trotzdem ruft sie dann meistens nach dem guten Stück.. Ist das so in Ordnung oder denken Sie, sie ist noch zu klein für diese Entwöhnung? Meine zweite Frage betrifft die Überlegung, anstatt der Rückkehr in meinen Beruf (wenn unsere Tochter 3 ist) evtl. als Tagesmutter zu arbeiten. Ich weiß, dass ein Tageskind eine Konkurrenz ähnlich wie ein Geschwisterchen darstellt. Ich würde in jedem Fall nur halbtags ein Kind aufnehmen. Unsere Tochter wird dann ja mit 3 in den Kindergarten kommen. Wie fassen Kinder so einen "Teilzeit-Familienzuwachs" auf? Was geht dabei in ihnen vor? Wäre es besser damit anzufangen, solange sie noch nicht in den Kindergarten geht oder erst, wenn sie sich dort eingewöhnt hat? Wenn sie nach Hause käme, wäre das Kind ja sicher noch zum Mittagessen da. Ihre Meinung zu diesem Thema würde mich interessieren und wird auch meine Entscheidung beeinflussen. Vielen Dank mal wieder und herzliche Grüße.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, vielen Dank für die lobenden Worte. Zum Schnuller: ich denke, daß es noch zu früh für einen Schnuller-Entzug ist. Der Schnuller dient als Übergangsobjekt (Stichwort), das ein Kind braucht, um seine Gefühle selbständig zu regulieren. Das ist erstens günstig für die Eltern und zweitens hebt es das Selbstbewußtsein im Kind. So mit 4 Jahren kann ein Kind dann langsam darauf verzichten (Stichwort Schnullerfee). Zur Fremdbetreuung habe ich etwas weiter unten gerade ausführlicher geantwortet. Vielleicht gelingt es Ihnen, sich diese Antwort erst einmal herauszusuchen. Ansonsten bitte noch einmal nachfragen. Viele Grüße


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