kaethe
Hallo. Aus finanziellen Gründen mussten wir nach der Elternzeit wieder arbeiten und haben mit 1 Jahr und 3 Monaten mit der Kita angefangen. Es ging sehr schwer, war sehr dramatisch und brauchte fast 2 Monate. Wir haben aber so gut es geht versucht dem Kind ein gutes Gefühl zu vermitteln und haben auch riesen Glück mit der Kita. Es sind 3 Erzieherinnen mit 10 Kindern von 1-2, , Kinder werden ganz oft gekuschelt , getragen etc. Jetzt mit 18 Monaten scheint sie super glücklich, rennt morgens strahlend in ihre Gruppe, auf die Erzieherin zu, verabschiedet sich kaum und würde beim Abholen wohl auch noch da bleiben. Nach Angaben der Erzieherinnen ist sie mithin das fröhlichste Kind in Gruppe, lacht ganz viel. Wir haben uns so aufgeteilt, dass ich sehr früh anfange zu arbeiten (sehe das Kind morgens gar nicht), es dann erst um 9 in die kita gebracht wird und ich hole sie dann 15.00 ab. Dann haben wir 4-5 intensive Stunden miteinander und sie schläft bei uns im Bett. Jetzt wo es so "super" läuft, fangen meine Gewissensbisse an. Ich habe in Studien gelesen, dass man gestressten Kitakindern es nicht anmerkt. Sie seien eher einfach zu händeln und leiden still. Gilt das auch für fröhliche Kinder? Kann ein Kleinkind viel lachen und trotzdem leiden? Woran merkt man, wenn die Trennung zu früh und zu lang ist? Vielen herzlichen Dank bereits vorab! Käthe
Dr. med. Ludger Nohr
Liebe Käthe, ich verstehe Ihre Frage, halte sie aber nicht für hilfreich.(es gibt auch keine sichere Antwort darauf). Es scheint so zu sein, dass Ihre Tochter eine gute Loslösung geschafft hat, ohne dadurch verunsichert zu werden in der Beziehung zu Ihnen. Und bei dieser Entwicklung müssen Sie sie weiter begleiten, mit ihr als Eltern die gemeinsame Zeit so selbstverständlich wie möglich teilen und damit die Bindung weiter stabilisieren. Wenn etwas schief läuft, werden Sie es merken aber es bringt wenig, über Möglichkeiten zu spekulieren. Viel Freude am Gemeinsamen. Dr.Ludger Nohr
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