Christiane Schuster

"ich will nicht in den kindergarten!"

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

hallo frau Schuster,

ich habe mein anliegen auch schon im kiga-forum gepostet - würde aber gern noch ihre meinung dazu lesen.

meine tochter wird im okt. 3 und geht seit gestern in den kindergarten. ich bin total positiv an die sache ran gegangen, finde es wichtig und richtig, dass (m)ein kind da hin geht.
wir haben tasche usw. gemeinsam ausgesucht, wir haben bücher zu dem thema gelesen - fand sie alles gut.
letzten do. war schnuppertag (gleich ohne mama), der lief schon nicht gut. nach 1h riefen sie mich an, ich soll sie abholen kommen.
gestern war nun start und bis ich mich von ihr verabschiedet habe (nach gespr. mit erz.), war alles ok und sie hat gespielt. dann kamen die tränen - ok, damit rechnet man ja. die erz. erzählte mir beim abholen dann, dass es eine ganze weile gedauert hat, bis sie sich beruhigen ließ und sie mich fast wieder angerufen hätten. hmm.
gestern nachmittag fing meine tochter dann ab und an von dem thema an und wir sprachen immer mal wieder kurz drüber. jedem, der sie fragte, ob es schön war und ob sie morgen wieder hin will, sagte sie freudig "ja!".
abends im bett fragte sie dann noch so sachen wie: "warum bist du denn alleine wieder weggefahren?" "warum soll ich denn da hin?" "du sollst aber mit da bleiben." usw. . ich habe ihr so gut es ging erklärt, warum, wieso, weshalb und sie ist dann eingeschlafen.
heute morgen war sie auch gut drauf, ist allerdings gleich nach bad/toilette zur oma "stiften" gegangen. ich sagte ihr, ich komme dann runter zum anziehen (schuhe, jacke), sie sagte "ok".
als ich dann runter kam, ging´s schon los: "ich will nicht in den kindergarten!" "ICH WILL NICHT!". riesen kullertränen und geschrei. nicht mal schuhe anziehen lassen wollte sie sich. nach langem hin und her sind wir dann doch los und es ging die ganze zeit mit obigem text weiter.
in der gruppe angekommen fragte ich die erz., ob ich ein weilchen mit da bleiben kann - das wollte sie nicht. ich sollte eher die abholzeit vorverlegen und bereits nach 2h wieder kommen.
dann nahm sie mir mein schreiendes, strampelndes kind ab und ich musste gehen. es war schon wirklich schwer für mich, einfach so zu gehen.
beim abholen war sie wieder rel. gut drauf, hatte sich auch - allerdings wieder erst nach längerer zeit - beruhigen lassen und die erz. durfte sie sogar zum abschied in den arm nehmen (so richtig drücken). zuhause war sie wiederum guter dinge und wollte auch morgen wieder hin. aber am nachmittag gings dann wieder los - "ich will nicht ...".
und vorhin im bett fing sie richtig bitterlich an zu weinen "mama bitte, ich will nicht wieder in den kindergarten". sie hat eine weile noch vor sich hin geweint und sich dann durch singen und streicheln beruhigen lassen - aber mir zerreißt es schier das herz!
ich bekomm auch nicht aus ihr raus, was sie "stört" dort. sie will "einfach nur nach hause".
ich mach mir wirklich sorgen, dass es durch den "zwang" nicht besser sondern eher schlimmer werden wird.
oft hört man ja, dass kinder weinen, wenn die mama geht und sich dann kurz drauf wieder beruhigen. nur bei meiner tochter scheint das anders zu sein?!
mir graust jetzt schon vor morgen früh! was mach ich denn, wenn sie dann schon gar nicht aus ihrem schlafanzug raus will?? oder gar nach dem wochenende? da fängt dann alles wieder von vorne an?
haben sie ein paar ideen, wie ich ihr das ganze etwas erleichtern und irgendwie schmackhaft machen kann? ich versuche schon weiter positiv zu bleiben, aber wenn das so weiter geht - ich weiß nicht!
entschuldigung für den langen und wohl auch etwas verworrenen text und danke schon mal für eine baldige antwort.

ratlose grüße
AD

ach ja - ich habe ihr auch schon versucht zu "verkaufen", dass sie jetzt groß ist und wie der papa in die arbeit gehen darf. "ich will nicht arbeiten" war ihr kommentar. ich sagte dann, wenn man nicht arbeitet, kann man auch xy nicht kaufen. "ich will nicht einkaufen" - sie lässt sich echt nicht überzeugen. nicht davon, dass es dort spannend und spaßig sein wird und schon gar nicht davon, dass der kiga in irgendeiner from notwenig und gut für sie sein soll.

von no_name am 04.09.2008, 21:04 Uhr

 

Antwort auf:

"ich will nicht in den kindergarten!"

Hallo Ratsuchende
Auch wenn ich recht spät mich mit meinem Rat Ihrer Frage anschließe -meine Familie brauchte mich ebenfalls dringend- hoffe ich, dass es nicht zu spät ist:

Bitte lassen Sie sich Ihre Tochter nicht kommentarlos aus den Armen reißen, da sie vermutlich sehr unter einer Trennung von Ihnen leidet -wenn ihr der Kiga-Alltag auch noch soviel Freude macht-.
Informieren Sie Ihre Tochter liebevoll darüber, dass einfach zuviele Personen in der Gruppe sind, wenn die Mamas auch noch dabei sind, sodass Sie noch eine Weile VOR der Türe bleiben werden, wenn es noch irgendwelche Fragen gibt. Geben Sie ihr zusätzlich ein Beschützerle in die Kiga-Tasche oder (als Schlüsselanhänger) an ihren Hosenbund, den sie zwischendurch immer mal drücken darf, wenn sie traurig ist. Zeigen Sie ihr an einer Uhr, wo die Zeiger stehen werden, wenn Sie sie wieder abholen.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 08.09.2008

Antwort auf:

"ich will nicht in den kindergarten!"

hallo, lies mal meinen beitrag weiter unten unter DRINGEND von lara 13
wir hatten auch so ein problem..
ich habs mit alten fotos von mir und ihrem vater geschaft und sie darf auch immer ein spielzeug mitnehmen..
ich bin hart geblieben auch wenn sie geschriehen hat und heute ist es super gelaufen! bin richtig stolz !
kopf hoch, Ihr kind wird die schule lieben lernen

zu hause sind sie die kings, in der schule eine/r unter vielen.. sie muessen vieles neu lernen , sich eingliedern.. und das alles OHNE die mama... die immer verstaendnis hat und nie boese wird..

erklaehren sie ihr dass auch papa (und oder mama) arbeiten gehen und jeder PFLICHTEN hat...

oh und pinoccio ist auch nicht schlecht..hehehe
der wollte ja auch nicht in die schule.. wurde ja dann zu einem eselchen... und musste hart arbeiten... vielleicht hilft das???
viel glueck !!!

von lara13 am 05.09.2008

Antwort:

Ich würde mir mein Kind nicht aus dem Arm nehmen lassen!!

Ich würde mich um eine Kiga bemühen, bei dem ich dabeibleiben kann, zur sanften Eingewöhnung! Das ist eigentlich heutzutage üblich, zumindest hier bei uns! Ich würde nochmal das Gespräch suchen mit der Erzieherin und dann einen neuen Start mit der Maus versuchen.

Bei uns war das kein Problem! Ich blieb so lange wie mein Süsse das wollte und fragte sie immer vorher ob es OK ist das ich gehe!

LG Eva

von knuddel-maus am 05.09.2008

Antwort:

Wenn man zu lange dort bleibt besteht aber auch die Gefahr, daß....

Hallo,
ich habe ähnliches Kind, wie Du. Jedoch weint meine nicht im Kiga, sondern dann den ganzen Tag zu Hause. DAs ist auch herzzerreißend. Anfangs war ich auch immer DAFÜR, daß ich im Kiga bleiben kann "sanfte Eingewöhnung". 3 (unabhängig voneinander) Erz. sagten mir aber, daß die Gefahr bestünde, daß das Kidn sich an dieses "Mama bleibt 1 Std. (oder Zeit xy) da" gewöhnt und es immer länger, statt kürzer wird. Dieses Mama-Dasein behindert zum Einen die Erzieherinnen in ihrer Arbeit, zum anderen sehe ICH es als unfair den anderen Kindern gegenüber an, die ggf.auch traurig sind, weil Mama geht und die es können ja nicht 5 Mamas dableiben. Wie würde der Kiga-Alltag dann aussehen.

Von daher würde ich anders ansetzen: ich würde der kleinen Maus sagen, daß Du sie sehr doll lieb hast, daß Du stolz darauf bist, daß Du gehen darfst, und sie sich von der Erzieherin beruhigen läßt. Daß Du es toll findest, wie sie das macht und daß es ganz normal ist, daß man Anfangs etwas Angst oder kribbeln im BAuch hat... daß es Dir auch so geht, wenn Du neue Leute kennen lernst und vielleicht gibst Du ihr einen TAlismann (Fr. Schuster schreibt oft vom kleinen Trösterle, der an der Hose befestigt wird, und jederzeit gedrückt werden kann), ... auch Die Idee von Vorschreiberin mit den Fotos von Mama und Papa finde ich super!

Es ist sicherlich anfangs eine sehr schwere Zeit, wenn das Kind weint und Mama fühlt sich so mies, weil sie "IHR BABY" dort allein läßt. Aber es ist ja wirklich so, daß sie es früher oder später lernen müssen.. Ich würde auch lieber die Abholzeit vorferlegen,a ls morgens zu lange da zu bleiben.

Denn der Abschied fällt dann sicherlich noch schwerer. Ich wünsche Euch beiden dafür ganz v iel Kraft und Durchhaltevermögen!

Glaube mir: mir gehts derzeit auch nicht gut, wenn ich sehe, wie meine Maus noch "angespannt" ist und erlebte Dinge zu Hause verarbeitet... Jedes Kind ist da sehr individuell. Ich möchte Dir einfach Mut machen, daß durchzuhalten!!! Und frag Deine Maus, was Du ihr Gutes tun kannst, damit es ihr leichter fällt. (Kuscheltier, Talismann, Foto....)
Alles Gute!!!
Mira

von Ayana&Mira am 06.09.2008

Antwort:

Ayana&Mira

Es kann sein das es Kinder gibt für die das passt, aber ich könnte das nicht!
Und bei uns ist es eine kleine Gruppe und ich bin nciht Stundenweise da ! Die Kinder können bei uns in einem Zeitraum von ca 1, 5 Stunden gebracht werden und da war ich am Anfang da und nach einer Woche war das kein Thema und ich durfte micht schon in der Garadarobe verabschieden! Vorallem für die kleineren ist es wichtig und ich habe auch lange mit den Erzieherinnen gesprochen, mit verschieden, und sie hatten nie das Gefühl das die anderen Kidner es als unfähr betrachten. Bei uns wird nach gut 10 min. sofort angerufen, wenn das Kind sich nicht beruhigt und am Anfang war ich um die Ecke einkaufen, in einem Kaffee,etc.

Was mich aber sehr bestürzt hat ist dieses Das Kins aus dem Arm nehmen! Das habe ich höre schon öfters gehört und das scheint beieuch in D. gang und gebe zu sein! Ich habe hier in Ö. auch mit anderen Mamas gesprochen und habe derartiges noch nie gehört.

Und nochwas der Abschied fällt sogar leichter da ich weis mein geht gerne dahin und fühlt sich wohl! Der Abschiede ist für sie leichter und für mich!

LG Eva

von knuddel-maus am 07.09.2008

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