Christiane Schuster

Tochter 3 Jahre weint für alles...brauche Ihren Rat

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Frau Schuster,
ich brauche mal wieder Ihren Rat:-(
Meine Tochter Victoria (am 31.10. wurde sie 3 Jahre) ist momentan sehr anstrengend. ich weiß, dass es vielleicht nur eine Phase ist aber da ich alleinerziehend bin, bin ich momentan ratlos.
Sie weint für alles. Hier nur ein paar Beispiele: es ist nicht der richtige Teller beim Essen (falsche Farbe), einen Morgen dürfen erst die Schuhe angezogen werden, dann die Jacke, am nächsten Morgen musss es aber genau andersherum sein, beim Zähne putzen die falsche Zahnbürste, baden will sie momentan garnicht, habe da auch schon alles versucht, mit ihr zusammen, alleine, Mama´s Duschgel benutzen u.s.w. sie will garnicht erst rein. Dann abends natürlich nicht ins Bett obwohl sie total müde ist. Fange auch schon immer rechtzeitig an sie darauf vorzubereiten, aber ziehe ich ihr beim Schlafanzug z.B. erst die Hose an statt das Oberteil gibt es Geschrei. Dann will sie noch Fernseh gucken oder malen oder spielen. Ich sage ihr dann schon, dass für sowas keine Zeit mehr ist da sie ja lieber schreit statt noch was zu spielen. Und wenn sie dann schreit, dann richtig. Ich kann sie dann weder in den Arm nehmen noch sonst beruhigen. Verlasse ich das Zimmer kommt sie hinterher und amcht alle Türen wieder auf damit ich sie auch höre. Das dauert dann bis zu 45 Minuten bis sie sich wieder beruhigt hat. Danach macht sie auch alles, als wenn nichts gewesen wäre.
Gerade heute Morgen noch war es die falsche Zahnbürste. Dann wollte sie es alleine machen, habe ihr die Sachen gegeben, war aber auch nicht gut, dann sollte ich es wieder machen. So geht das dann hin und her. Auf dem Weg zu Kindergarten war sie dann schon wieder am singen und hüpfen als wenn nichts gewesen wäre. Ich fühle mich so hilflos weil ich nicht mehr weiß, wie ich auf solche Schreiattacken reagieren soll.
Tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
Für einen Rat bin ich Ihnen sehr dankbar, Ihre Tips haben mir bisher sehr gut geholfen:-)
Einen lieben Gruß von mir
Sandra

von Sandra09 am 11.12.2009, 09:25 Uhr

 

Antwort auf:

Tochter 3 Jahre weint für alles...brauche Ihren Rat

Hallo Sandra
Bitte wecken Sie immer wieder den Ehrgeiz Ihrer Tochter, damit sie soviel wie möglich voller Stolz selber machen darf, während Sie ihr lediglich Ihre Hilfe anbieten. Jedes noch so geringe, eigenständige Tun wartet dann förmlich auf ein großes Lob von Ihnen, das zugleich Ansporn für weitere Selbstständigkeit ist.
Kommt Ihre Tochter dann weinend und um Hilfe bittend zu Ihnen, helfen Sie ihr bitte solange, bis sie meint, es doch selbst machen zu wollen und Ihnen diese Tatsache schlagend, wütend usw. mitteilt.
In dieser Situation sagen Sie ihr, dass Sie ihr dann nicht mehr helfen, wenn sie sich schlagend, schreiend,... verhält, da Ihnen dafür Ihre Nerven zu schade sind. Schlagen Sie ihr gleichzeitig vor, ihren Zorn, ihren Bock o.Ä. ins WC zu werfen, damit sie wieder Platz für Gute Laune hat.:-)
Anschließend nehmen Sie sich in den Arm und Alles ist (hoffentlich) wieder gut.
Ist nicht Alles gut, informieren Sie Victoria, dass Sie so lange in ihrer Nähe warten und etwas lesen, bzw. einer eigenen Beschäftigung nachgehen, bis sie ihre Wut rausgelassen hat und zu Ihnen zum Kuscheln kommt.
Während des Kuschelns suchen Sie dann nach Kompromissen des evtl. vorausgegangenen Konfliktes.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 11.12.2009

Antwort:

Tochter 3 Jahre weint für alles...brauche Ihren Rat Nachtrag

wenn meine Tochter dann so schreit und ich ihr zu nahe komme, dann haut und tritt sie nach mir. versuche dann schon ihre hände festzuhalten und sie anzuschauen (auf augenhöhe), sage dann, dass es mir weh tut. aber sie hört es garnicht richtig, bzw. nimmt sie es nicht wahr...habe ich so das gefühl. se haut einfach weiter....läuft mir sogar hinterher und haut mich auf den rücken oder so, ich schlage sie nicht! mich macht das alles so traurig und hilflos. gestern abend nach dem geschrei habe ich sie auf den schoß genommen, mit ihr geredet, dass es mich traurig macht, ich musste dabei sogar weinen. sie ging dann auch ohne probleme ins bett. habe ihr auch gesagt, dass alles wieder gut ist....aber heute morgen ging es dann gleich wieder weiter....

von Sandra09 am 11.12.2009

Antwort:

Kenne ich

Hallo,
genauso ist meine Tochter auch. Sie ist im August 3 geworden und hatte schon einmal so eine Phase. Jetzt ist es wieder so extrem. Das ist echt anstrengend und ich habe, genau wie du, ständig das Gefühl, etwas falsch zu machen und ein schlechtes Gewissen.
Aber objektiv betrachtet: Diese Phasen gehören zum Alter dazu und sind mit der Pubertät vergleichbar. In dem Moment sind unsere Kleinen von ihren Emotionen und Willen überrollt. Sie wissen selbst nicht mehr was Sache ist, was sie wollen und wissen nicht mehr ein noch aus. Dann weinen sie halt oder schreien (sieht man ja auch bei anderen Kindern im Supermarkt mal). Die Verstandswelt ist in solchen Momenten komplett ausgeschaltet.
So betrachtet braucht sie dann eigentlich umso mehr einen erwachsenen Gegenüber, der da ist, ihr zeigt, dass sie geliebt wird und eine feste Richtung und Halt gibt. Wenn man selbst ins Wanken und Zweifeln gerät verstärkt sich die Unsicherheit der Kleinen nur - so jedenfalls meine Erfahrung und wissenschaftliche Grundlagen der Entwicklungspsychologie.
Ich handhabe es so, dass ich sie einfach in solchen Phasen in Ruhe lasse. Ich gehe aus dem Zimmer und sage ganz klar, dass ich warte und sie zu mir kommen kann, wenn sie aufhört zu schreien (bei Trotzgebrüll) bzw. sie mir deutlich sagen kann, was sie will. Dann setze ich mich demonstrativ auf die Treppe in Sichtweite. Oft kommt sie dann nach kurzer Zeit von alleine. Manchmal strecke ich nach einiger Zeit die Arme aus und biete ihr an zu kommen, weil sie von allein nicht aus ihrer Situation herauskommt.
Dann kuscheln wir kurz und ich schlage ihr vor, was wir nun machen: z.B. bettfertig machen und dann Geschichte vorlesen und kuscheln oder ein Spiel und dann das und das oder erst Hose, dann Shirt - eben eine klare Ansage.
Die "Anfälle" werden dadurch nicht weniger, aber ich leide darunter nicht mehr so und nach einiger Zeit ist die Phase wieder verschwunden.
Alema
LG Alema

von Alema am 11.12.2009

Antwort:

Kenne ich

hallo Alema,
danke dir für Deine Antwort....ich bin bisher dann meistens in die Küche gegangen, hab ihr aber auch gesagt, dass ich mir das Geschrei nicht anhören möchte da ich sonst Ohrenschmerzen bekomme....in der Küche habe ich dann irgendwas gemacht....werde aber jetzt mal versuchen, in Sichtweite zu bleiben, wenn sie also im Wohnzimmer schreit, setze ich mich mal auf die Couch und werde was machen....vielleicht hilft das ja....
Wenn so ein "Anfall" dann vorbei sit, ist sie ja das liebste Kind.
Nur manchmal weiß ich einfach nicht, wie ich reagieren soll, fühle mich hilflos. Ich weiß schon, dass sie ihre Grenzen austesten möchte....sie schreit z.B, nach ihrem Kuscheltuch, ich gebe es ihr, sie wirft es dann weg und sagt nein ich will erst den Nucki dann das Kuscheltuch. Gebe ich ihr dann erst den Nucki schmeisst sie den auch wieder weg und schreit nach ihrem Kuscheltuch....in so einer Situation fühle ich mich hilflos...verstehst du das?
Liebe Grüße
Sandra

von Sandra09 am 11.12.2009

Antwort auf:

Tochter 3 Jahre weint für alles...brauche Ihren Rat

hallo Frau Schuster,
erstmal vielen lieben Dank für Ihre Antwort.
Ich weiß, dass Victoria ihren Schlafanzug alleine anziehen kann, genauso wie Schuhe und Jacke.....wenn ich sie es alleine machen lasse, dann schreit sie gleich ich kann das nicht.....
Aber den Tip mit dem Zorn ins WC werfen werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Manchmal komme ich nicht auf die einfachsten Dinge weil ich in so einem Moment auch sehr aufgewühlt bin.
Vielen lieben Dank

Sandra

von Sandra09 am 11.12.2009

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