Sylvia Ubbens

Quengeln, Trotzen, Kind fast 7 Jahre alt

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,

ich habe Probleme mit der Erziehung meiner fast 7 Jahre alten Tochter. Sie geht jetzt seit dieses Jahr in die erste Klasse. Mit den Lehrern gibt es kein Problem, sie benimmt sich und ist gut mit lernen. Bei der Nachmittag Betrueung gab aber schon von Anfang an Probleme. Die Betreuerin meinte, dass meine Tochter auf Sie nicht hört und macht zu viel Quatsch beim Mittagsessen und bei den Hausaufgaben. Mittlerweile hat sich das gebessert. Aber zuhause ist im Moment sehr schwierig. Wenn Sie noch Hausaufgaben offen hat, Kostet mir das sehr viel Mühe Sie zu überreden, meine Tochter sagt dann Sie macht das später und so weiter, trödelt, zögert hinaus. Das gleiche ist beim Zähneputzen, Hausschuhe anziehen, Klamotten anzuziehen. Alles muss ich 20 mal sagen und bitten und sagen, dass sie kein Fernseher sehen darf, wenn sie es nicht macht und so weiter. Ich habe das Gefühl, ich muss sie für alles überreden. Das kostet mir viel Kraft .Obwohl ich versuche Konsequent zu sein, hilft alles nicht. Dann wenn meine Tochter was erreichen will, geht Sie hinter mir in jedes Zimmer und quengelt oder schreit und weint. Sie versucht alles durch quengeln oder durch weinen zu erreichen und durch Trotzen. Dann schmeisst Sie auch mit den Sachen oder knallt mit den Türen. Ich spüre, dass ich bald burn out bekomme wegen diese Situation. Ich weiss, dass das normal ist das Kinder zicken und sogar gut ist für die Entwicklung des Carakters, aber wo sollen die Grenzen sein. Ich spüre,dass geht jetzt alles schon auf meine Gesundheit. Ich habe ja noch Haushalt und mein Masterstudium. Ich bin auch Alleinerziehend. Ich gehe aber im Frühling oder im Sommer im Mutter Kind Kur. Habe jetzt zum Glück genehmigt bekommen.
Achso, meine Tochter geht auch zweimal die Woche zum Sport. Und sonst versuche ich viel mit ihr zu unternehmen. Beim Haushalt bei leichten Sachen zu helfen, wollte ich sie hinzuziehen, damit sie beschäftig ist, weigert Sie sich komplett. Sie sagt dann, Sie möchte lieber spielen. Ihr Zimmer aber räumt Sie manchmal auf und machmal ich.
Ich bitte um einen Rat.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüssen,
Natalie

von Natalie80 am 30.10.2019, 10:00 Uhr

 

Antwort auf:

Quengeln, Trotzen, Kind fast 7 Jahre alt

Liebe Natalie,

Ihre Tochter muss sich nach einem anstrengenden Tag in Schule und Betreuung erst einmal austoben, bevor es an den Rest der Hausaufgaben geht. Vielleicht besteht die Möglichkeit, nach dem Abholen, einen kleinen Abstecher auf einen Spielplatz zu machen, so dass sie ein wenig Bewegung und einen Ausgleich zur Schule bekommt.

Zu Hause werden dann erst die Hausaufgaben erledigt. Setzen Sie sich bestenfalls gemeinsam mit Ihrer Tochter an einen Tisch. Sitzen Sie einfach nur dabei, ohne sich mit etwas anderem, vor allem nicht mit Handy, Tablet oder Dingen zu beschäftigen, die Ihre Tochter ablenken könnten. Erst wenn die Hausaufgaben erledigt sind, darf gespielt werden. Nörgeln, quengeln, um Aufschub bitten etc., sollten mit einem klaren Nein beantwortet werden.

Nach den Hausaufgaben gibt es als Belohnung eine Spiele- oder Vorleserunde mit Mama.

Sagen Sie nicht alles 20 Mal. Eine Aufforderung, es wird nicht gehört, dann noch eine Aufforderung mit Konsequenzankündigung und dann wird gehandelt. Ihre Tochter soll sich die Zähne putzen, sie macht es nicht, Sie fordern sie noch einmal auf, dieses Mal mit der Ankündigung, dass der Fernseher aus bleibt. Fängt sie dennoch nicht an, bleibt der Fernseher ohne weitere Diskussion aus. Ähnlich handeln Sie auch in anderen Situationen. Wichtig ist, nicht alles so oft zu sagen. Das bedeutet für Ihre Tochter nämlich, dass sie gar nicht beim ersten Mal reagieren muss, da sie weiß, dass Sie sie sowieso noch ein paar Mal auffordern.

Das Türeknallen versuchen Sie zu ignorieren. Kommt es zu häufig vor, hängen Sie die Kinderzimmertür doch mal für ein paar Tage aus.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 30.10.2019

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