Sylvia Ubbens

Mein Kind ist schüchtern

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Morgen Frau Ubbens,

mein Sohn ist 3 Jahre alt.
Er ist vom Wesen her sehr fröhlich,freundlich,innerhalb der Familie ist er auch sehr selbstbewusst und testet gerne seine Grenzen.

Nun ist es so,dass er ab August in die Kita geht.

Momentan gehen wir zum schnuppern Nachmittags für zwei Stunden hin.

Ich beobachte meinen Sohn als eher introvertiert,er spielt sehr schön,aber auch wenn 10 Kinder um ihn herum sind,lieber für sich alleine.
Er ist zudem ein absoluter "Beobachter",sprich er schaut sich zunächst lange und viel an,was andere Kinder machen.

Mein Mann war nun mit ihm dort und findet den Kindergarten sehr groß,wir haben beide etwas Sorge das unser Kind dort untergeht,es sind 25 Kinder in der Gruppe.

Ich denke,er braucht Zeit sich daran zu gewöhnen,sich einzuleben,er kennt es nicht mit anderen Kindern zu spielen,außer vom Spielplatz.

Es ist so,dass er nicht an uns hängt,er spielt dann schon für sich aber eben ohne andere Kinder zu beachten.

Ich selbst bin auch sehr introvertiert,gehe eher weniger auf Menschen zu,mein Mann ist hier schon offener.
Wir unternehmen viel gemeinsam,sind immer draußen.

Wie bewerten Sie das Verhalten unseres Sohnes?
Kann die Kita ihm auch in dieser Größe guttun?

Ich nehme meinen Sohn so an,wie er ist,wenn er ein ruhiger und zurückhaltender Mensch ist,dann ist das für mich absolut in Ordnung,da ich von mir selbst weiß wie es ist durch Situationen durchzugehen,die sehr schwer auszuhalten sind,bin ich hier für mein Kind einfach sehr sensibilisiert.

Vielen Dank für Ihre Einschätzung :-)

von SummSumm am 16.06.2016, 07:34 Uhr

 

Antwort auf:

Mein Kind ist schüchtern

Liebe SummSumm,

sehen Sie es positiv: Ihr Sohn spielt und sitzt nicht nur auf Ihrem Schoß und mag sich nicht lösen. Die meisten Kinder spielen in dem Alter noch für sich alleine. Bei einigen verliert sich dies mit drei Jahren, bei anderen erst mit vier. Das ist ganz normal und völlig in Ordnung.

Ihr Sohn wird es auch schaffen, sich bei der Gruppengröße zurecht zu finden. Durch das Schnuppern am Nachmittag gehen Sie schon einen großen Schritt bzgl. der Eingewöhnung. Ihr Sohn lernt die Einrichtung und die Erzieher kennen und wird beim eigentlichen Beginn gut starten können.

Gehen Sie mit einem guten Gefühl an den Kindergarten heran, damit Ihr Sohn dieses spürt und nicht selbst ein schlechtes Gefühl bekommt, weil Mama und/oder Papa sich unsicher sind. Ihr Sohn wird es schaffen und es wird ihm im Kindergarten gut gehen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 17.06.2016

Antwort auf:

Mein Kind ist schüchtern

Huhu,

wollte als Mutter einer schüchternen Tochter auch gern etwas dazu sagen, wenn ich darf.
Du neigst vielleicht ein wenig dazu, Deinen Sohn zu "schonen". Vielleicht deshalb wart Ihr bisher auch in keiner Spiel- oder Turngruppe? Schonverhalten hilft zurückhaltenden Kindern aber nicht. Sondern was sie nach meiner Erfahrung viel mehr brauchen, ist viel Übung im Umgang mit anderen Kindern. Und zwar je mehr, desto besser. Nur so können sie überhaupt Routine und selbstverständliche Sicherheit im sozialen Umgang mit anderen gewinnen.

Wir Mütter neigen ja oft dazu, unsere Kinder zu unterschätzen. Wir sehen sie in größeren Gruppen "untergehen", traurig scheitern, eingehen wie die Mimosen. Aber das ist Unsinn, klar schafft Dein Sohn den Kindergarten! Er wird dort kein Hans Dampf in allen Gassen werden, sondern vermutlich auch dort ein eher ruhiger Vertreter bleiben. Das war bei meiner Tochter auch so. Trotzdem tat ihr der Kiga sehr gut, und sie fand dort auch eine enge Freundin.

Die enge Konstellation "Mama und Kind allein zu Haus" ist für Kinder eher unnatürlich und nicht wirklich optimal. In früheren Zeiten (und bis heute in vielen Kulturen) sind Kinder den ganzen Tag mit vielen anderen Kindern unterschiedlicher Altersstufen zusammen und werden nur beiläufig im Auge behalten von ebenfalls vielen Verwandten, die dabei ihrer eigenen Arbeit nachgehen und sich trotzdem alle für die Kinder zuständig fühlen. DAS ist das Modell, das Kindern am meisten entgegenkommt. Wir können es in dieser Form nicht ersetzen, aber dem Kind wenigstens die Kinder-Kontakte ermöglichen.

Wichtig ist sicher,, dass Du einen Kiga mit sog. sanfter Eingewöhnung findest, wo Du anfangs mit dabei bleiben kannst, bis Dein Sohn Dich gehen lassen kann. Hauruck-Abschiede, wie sie aus Bequemlichkeit von vielen Erzieherinnen als "das Beste" fürs Kind gepriesen werden, sind für sensible Kinder sehr schwer zu schaffen und eher schädlich. Wir hatten das Glück, einen Kiga zu finden, bei dem die Eingewöhnung samt Anwesenheit der Mutter Tage bis Wochen dauern darf, ohne dass jemand zur Eile drängt (Rot-Kreuz-Kindergarten, der nach der sog. Reggio-Pädagogik arbeitet).

LG

von Bonnie am 16.06.2016

Antwort auf:

Mein Kind ist schüchtern

Hallo :)
Auch ich hatte vor 2,5 Jahren den Sohn, den du jetzt hast ... Ich machte mir ganz genau die gleichen Gedanken... Dies war unbegründet. Wie meine vorschreiberin schon erwähnt hat war auch mein Sohn anfangs in der Kita eher für sich selbst. Er wollte aber auch anfangs gar nicht mit den anderen Kindern in Kontakt gehen. Ich hab zuerst versucht Kontakte mit anderen Mamas aus seiner Gruppe zu knüpfen ... Aber mit den Kids hatte er es einfach nicht. Er hat alles um sich herum beobachtet und ich dachte er wird Einzelgänger. Mitlerweile kommt er in die Vorschule in der Kita und er hat sich eben selbst seine Freunde ausgeguckt mit denen er gut kann... Bei meinem waren es die älteren Kinder.
Gib dein Kind mit einem guten inneren Gefühl in die Kita, damit vermittelst du ihm das du ihm das zutraust. Sowas ist verdammt viel Wert, wenn du als Mama deinem Kind dieses zutrauen zeigst... Er merkt das wenn du unsicher bist und wird entdprechend unsicher dort hin gehen. Erzähl ihm immer positiv von der Kita. Mein Sohn ist auch zuhause selbstbewusst und in der Kita eher zurück haltend ;) besser so als andersrum ;)
Junima

von junima2011 am 16.06.2016

Antwort auf:

Mein Kind ist schüchtern

Hallo, ich empfehle euch, auch in dem Forum vom Entwicklungspsychologen Dr. Posth reinzuschauen, hier im Forum http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/ . Auch wenn er leider verstorben ist, so kann man da mit der Suchfunktion sehr gut nachlesen bei anderen Eltern, was in eurem Falle wichtig ist. Uebrigens, kein Kind braucht den Kiga oder die Kita, das ist eine eingebildete Weisheit der Neuzeit. Was sie brauchen sind viele menschliche Kontakte, und je gemischter die Generationen, umso besser.
Alles Liebe

von margherita am 20.06.2016

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