Christiane Schuster

Einschlafprobleme / Unruhige Nächte

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,

ich möchte mich gerne nochmals an Sie wenden, weil Sie mir schon viele male gute Ratschläge gegeben haben.

Mein Sohn ist nun 19 Monate.

Er hat nun ein 3/4 Jahr ohne Probleme durchgeschlafen und Einschlafprobleme gab es auch keine.
Seit 3 Wochen ist allerdings alles anders. Er geht um 20:00 Uhr ins Bett und kommt einfach nicht zur Ruhe, obwohl er sich die Augen reibt und müde ist. Er sitzt im Bett und brüllt, braucht ca. 1-2 Stunden bis er einschläft. Dann wird er aber wieder um 23:00 Uhr wach, sitzt im Bett und brüllt und schläft erst nach
30 Minuten wieder ein. Dann wird er um 01:00 Uhr wieder wach und braucht wieder 30 Minuten bis er einschläft. Dann schläft er meist bis 05:00 Uhr und ist dann hellwach, möchte nicht mehr schlafen
Auch der Mittagsschlaf ist problematischer. Braucht ebenfalls lange bis er einschläft. Mittagsschlaf hat er bisher von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr gemacht und jetzt nur noch von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Wir haben Ihn auch versucht zu uns ins Bett zu holen, weil wir dachten er braucht momentan unsere Nähe, aber das will er überhaupt nicht. Er schreit dann nur und will schnell aus dem Ehebett raus. Ob er momentan zahn (Eckzähne) können wir schlecht sagen. Er hat zwar sehr große Zahnungsprobleme, aber nach einem Zäpfchen war der Spuk vorbei und er konnte schlafen. Aber das funktioniert momentan auch nicht. Die Nächte bleiben unruhig. Hunger/Durst hat er aber auch nicht.
Mein Mann vermutet, dass er viel träumt. Er hat auch öfter mal diesen Nachtschreck.
Können wir unseren Sohn irgendwie unterstützen? Auch das er ruhiger wird?
Er ist momentan auch sehr ängstlich, wehleidig, gereizt.

Auch an unserem Tagesablauf hat sich NICHT verändert. Es ist alles wie immer. Wir sind überwiegen draußen im Garten/Park/Wald, ... Er läuft auch sehr viel und müsste eigentlich abends echt kaputt sein.

Ist das nur eine Phase oder wie sehen Sie diese Situation?

Des weiteren hätte ich nochmals eine Frage. Unser Sohn ist noch nie ein anhängliches Kind gewesen.
Er schmust nicht gern, will nicht in den Arm genommen werden, nicht an der Hand, man darf Ihn nicht streicheln (bei Lob) etc ... Er lässt sich zwar mal auf den Arm nehmen, aber nur kurz.
Morgens mit Ihm im Bett kuscheln und vielleicht länger liegen bleiben mag er auch nicht.
Auch wenn er läuft und uns nicht mehr sieht, haben wir das Gefühl, dass es Ihm egal ist ob wir in seiner Nähe sind oder nicht. Er sucht aber auch diese Nähe nicht zu uns.
Ist das normal?

Wir haben Ihn von Anfang an viel Freiheit gelassen, Ihm auch vieles zugetraut und Ihm nie eine "Angst" spüren lassen. Das klappt auch sehr gut und er kennt auch keine Angst.
Sind auch immer in seiner Nähe, so dass nichts passieren kann.

Ich habe aufgrund meiner MS nicht gestillt und mein Kind kam auch per Notkaiserschnitt zur Welt und war sehr lange ein Schreikind.
Liegt es vielleicht daran? Ich würde mir wünschen mein Kind würde mehr Nähe zulassen.
Als Mutter hab ich manchmal das Gefühl, dass ich keine starke Bindung zu meinem Kind habe?
Kommt das von alleine oder ist mein Kind einfach ein "Einzelgänger"?

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Hilfe und Zeit.

Lg

von goldfee am 04.10.2011, 13:55 Uhr

 

Antwort auf:

Einschlafprobleme / Unruhige Nächte

Hallo goldfee
Da Ihr Sohn vermutlich nun weniger Schlaf benötigt empfehle ich Ihnen ihn mittags nur noch für jeweils ca. 1 Std. hinzulegen und ihn dann sanft mit Alltagsgeräuschen wieder zu wecken wenn er nicht von alleine aufwacht.

Führen Sie sowohl mittags als auch ganz besonders abends ein Einschlafritual zur Entspannung und zur sicheren Orientierung durch.
Achten Sie besonders abends darauf, dass er nicht überreizt ins Bett kommt. Gönnen Sie ihm evtl. nach dem Abendritual das Hören sanfter Musik, bzw. Kinderlieder.

Sie können ganz gewiß sein, dass Ihr Sohn Sie auf seine individuelle Weise liebt. Nicht jedes Kind wünscht sich häufigen Körperkontakt.
Ihr Sohn ist sich Ihrer Nähe sicher, sodass er Sie nicht noch extra zu suchen braucht. :-)

Dieses beschriebene Verhalten liegt weder ursächlich am Nicht-Stillen noch am Notkaiserschnitt. Versuchen Sie bitte, Ihre Sohn so anzunehmen wie er ist. Eine starke Bindung äußert sich nicht nur am Maß der Kuscheleinheiten. Sie "streicheln" die Seele Ihres Sohnes auf andere Weise und er ist es zufrieden. :-)

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 04.10.2011

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