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Entwicklungskalender
für Babys und Kleinkinder

  Entwicklung 7. bis 9. Monat

Babys Entwicklung im 1. Lebensjahr
von 7 bis 9 Monaten



Wachstum

Seht mal, wie sehr ich gewachsen bin!

Ihr Kind ist nun bereits zwischen sieben und neun Monaten alt - und kaum etwas erinnert mehr an das scheinbar so hilflose Neugeborene. Ein munteres, vor Energie strotzendes Wesen teilt Ihr Leben.

Wie lang und wie schwer darf unser Kind sein?

  • Im Alter um die acht Monate wiegen die meisten Babys sieben bis neun Kilo. Aber auch ein paar Gramm mehr oder weniger sind völlig normal. Die Gewichtskurven im gelben Vorsorgeheft verraten Ihnen, ob Ihr Kleines im Verhältnis zu seiner Größe das richtige Gewicht hat: Die meisten Kinder liegen gewichtsmäßig im Bereich um die stark gedruckte Mittellinie; aber auch alle Abweichungen nach oben oder unten, die innerhalb der gestrichelten Begrenzungslinien liegen, sind noch normal.

    Der Arzt wird bei den Vorsorgeuntersuchungen unter anderem darauf achten, ob die Gewichtskurve Ihres Babys stetig verläuft. Plötzliche, auffallende Veränderungen sind ein Grund genauer hinzuschauen, was dahinter stecken könnte. Bitte denken Sie daran: Falls Sie befürchten, dass Ihr Baby zu rund ist, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt sprechen. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihr Kind auf eigene Faust auf Diät setzen. Das könnte Mangelernährung zur Folge haben.

  • Die durchschnittliche Größe im Alter von acht Monaten liegt um die 69 cm. Aber auch hier gilt: Erhebliche Schwankungen sind möglich. Schließlich ist jedes Baby ein ganz individuelles Wesen. Möglicherweise haben Sie ein Kind, das immer ein wenig größer oder kleiner, stämmiger oder zierlicher als seine Altersgenossen sein wird. Also bitte nicht vergleichen!

Was für ein Dickkopf!

Das Wachstum des Kopfes verlangsamt sich zwar deutlich nach den ersten sechs Lebensmonaten. Doch der durchschnittliche Kopfumfang eines acht Monate alten Babys beträgt stolze 45 cm. Nach wie vor ist der Kopf Ihres Kleinen sein größter und schwerster Körperteil. Dafür kann Ihr Kind ihn inzwischen bereits erstaunlich gut heben und halten. Doch Wirbelsäule und Muskeln leisten dabei Schwerarbeit.

Achten Sie also darauf, dass der Kopf Ihres Kindes nicht umhergeschleudert wird (etwa bei fröhlichen Tobespielen) und der Autokindersitz immer die richtige Größe hat: Auf keinen Fall darf der Kopf Ihres Kleinen über den oberen Rand hinaus ragen.

Endlich der erste Zahn!

Es kann gut sein, dass Ihr Kind sich mit dem Zähnekriegen bisher Zeit gelassen hat. Aber allmählich dürfen Sie darauf hoffen, dass endlich das erste Weiß hervorblitzt: Spätestens mit acht Monaten brechen als erste Milchzähne die unteren Schneidezähne durch. Natürlich gilt auch hier wieder, dass Ausnahmen die Regel bestätigen. Manchmal kommt das erste Zähnchen auch oben.

Brauchen die ersten Zähne schon Pflege?

Ja, denn bei den Milchzähnen werden die Weichen dafür gestellt, ob Ihr Kind ein Leben lang gesunde Zähne hat oder nicht. Die beste Zahnpflege im Babyalter ist Vorsorge:

  • Möglichst wenig Zucker und Zuckerhaltiges, wenig saure Getränke (wie Obstsaft), nicht dauernd am Fläschchen nuckeln lassen. Süßes begünstigt die Entstehung von Karies, da die Kariesbakterien Zucker zu Säure zerlegen, die den Zahnschmelz angreift. Und haben sich die Bakterien erst einmal im Mund so richtig angesiedelt, werden leicht auch die zweiten, bleibenden Zähne attackiert. Saure Getränke, aber auch Dauernuckeln machen den Bakterien die Arbeit leicht, da sie Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen und ihn dadurch angreifbar machen.
  • Fluorid stärkt den Zahnschmelz. Deutschland ist jedoch überwiegend ein Fluorid-Mangelgebiet, das Spurenelement kommt in unserer Nahrung und unserem Wasser nicht oder in äußerst geringen Mengen vor. Daher verschreiben die meisten Kinderärzte Fluoridtabletten, im ersten Lebensjahr meist kombiniert mit Vitamin D (wichtig für die Knochenbildung). Geben Sie Ihrem Kind täglich eine Tablette.
  • Putzen sollten Sie die Zähnchen bereits ab dem ersten Zahn mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta (höchstens 500ppm Fluorid) und einer Kinderzahnbürste mit einem kleinen Kopf und weichen Borsten. Im ersten Lebensjahr sollten Sie die Zähnchen einmal täglich reinigen. Besprechen Sie mit dem Kinderarzt, ob Sie die Fluorid-Tablette weglassen sollen, wenn Sie bereits mit Fluorid-haltiger Zahncreme putzen. Wenn Sie so früh mit der regelmäßigen Zahnpflege beginnen, wird sich Ihr Kind leichter daran gewöhnen.


Allgemeine Fragen zum Thema "erste Zähnchen" können Sie auch im Forum unserer Kinderzahnärztinnen, Dr. Freundorfer und Dr. Esch, stellen.

Der eigene Wille wächst

Ihr Kind entwickelt einen eigenen Kopf und macht allmählich eigene Pläne. Respektieren Sie, dass Ihr Kleines manchmal nichts so will, wie Sie. Vielleicht macht Ihr Kind sich mal auf Ihrem Arm steif oder dreht den Kopf weg, wenn Sie es gerade küssen wollen. Das richtet sich nicht gegen Sie, sondern zeigt, dass Ihr Kleines gerade etwas anderes vorhat.

  • Häufig gibt es jetzt auch Gezeter beim Anziehen oder Wickeln. Da hilft auf Dauer am besten Ihr Kind zum Mitmachen zu animieren. Wenn Sie es immer wieder auffordern, bestimmte Dinge zu tun (wie "Gib mir mal die Hand", wenn Sie den Arm in einen Ärmel einfädeln wollen), lernt Ihr Kleines das Mitmachen nach einer Weile. Schon so junge Kinder mögen es nicht, wenn sie einfach "verpackt" werden, sind aber zu gewinnen, wenn sie selbst etwas tun dürfen.
  • Besonders deutlich signalisieren die Kleinen ihr Nein meistens beim Essen. Fest zusammengekniffene Lippen, wild fuchtelnde Hände oder das Wegdrehen des Kopfes zeigen eindeutig, dass Ihr Kind nicht mag, was Sie ihm gerade anbieten. Falls Sie es doch überlisten und einen Löffel voll Essen in seinen Mund schmuggeln, wird Ihr Kind garantiert alles wieder ausspucken.

    Lassen Sie sich dann nicht auf Machtkämpfe ein. Bieten Sie Ihrem Kind an, was es gerne isst und lassen Sie es immer wieder ohne Druck Neues probieren. So kommen Sie am besten weiter und bei den Mahlzeiten gibt es nicht dauernd Ärger.

Jetzt zählt vor allem gutes Training

Der achte Lebensmonat ist für viele Kinder eine vergleichsweise ruhige Phase. Sie lernen jetzt nicht so schnell Neues, sondern perfektionieren alle bisherigen Fähigkeiten. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die nächsten Entwicklungsschritte: Sitzen, Krabbeln und Laufen erfordern kräftige Muskeln und gut eingespielte Bewegungsabläufe. Sorgen Sie also dafür, dass Ihr Kleines viel Bewegungsfreiheit hat und setzen Sie es nicht öfter als nötig in einen Sitz oder eine Wippe. Lassen Sie sich von den Bedürfnissen Ihres Kindes leiten:

Wenn es mit seinem Lieblingsspielzeug glücklich ist, braucht es vorerst kein neues Angebot. Wenn es nach wie vor gerne von Ihnen gehalten auf und ab hopst, geben Sie ihm dazu viel Gelegenheit.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   
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Die richtige Vorsorge

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