Insbesondere in den ersten Lebensjahren spielt die Vorsorge
eine sehr wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes.
Aber auch schon in der Schwangerschaft können Sie einiges
dafür tun - lesen Sie hier, wie eine bestmögliche Vorsorge Ihres
Kindes von der Schwangerschaft bis ins 6. Lebensjahr hinaus
aussehen könnte.
Jede einzelne Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem
Baby bzw. Kind ist wichtig für seine gesunde
Entwicklung, weshalb Sie alle diese Termine
beim Kinderarzt wahrnehmen sollten.
Er gibt Ihnen viele wichtige Tipps, damit Ihr
Kind bestens durchs Leben kommt.
Die erste Vorsorgeuntersuchung findet gleich nach der Geburt statt. Nach einer ersten Prüfung, ob das Baby die Geburt ohne erkennbare Verletzungen hinter sich gebracht hat, ist der wichtigste Bestandteil der U1 der sogenannte Apgar-Test, benannt nach der amerikanischen Ärztin Virginia Apgar, die das Verfahren entwickelt hat.
In "APGAR" sind die Anfangsbuchstaben der einzelnen Beobachtungskriterien enthalten: Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reflexe. Im Rahmen dieses Tests schauen sich Arzt und Hebamme das Neugeborene genau an, hören das Herz sowie die Lunge ab bzw. überprüfen Atmung und Pulsschlag auf ihre Regelmäßigkeit - wobei die Herzfrequenz bei über 100 Schlägen pro Minute liegen sollte. Das Neugeborene sollte kräftig schreien können und der gesamte Körper sollte rosig durchblutet wirken. Der Arzt oder die Hebamme prüfen letztlich auch die Reflexe - beispielsweise, ob es saugt und ob es bei Berührung einer Handfläche oder Fußsohle die Fingern und Zehen bewegt.
Getestet wird jeweils nach einer, nach fünf sowie nach zehn Minuten nach der Geburt. Für jedes der fünf Kriterien kann das Baby maximal zwei Punkte erhalten, insgesamt also zehn Punkte, die ins Vorsorgeheft eingetragen werden. Mit einem AGPAR-Ergebnis zwischen 8 und 10 gilt das Baby als gesund. Liegt der Wert zwischen 5 und 7 Punkten, ist der Gesundheitszustand des Babys beeinträchtigt. Im Falle von weniger als 5 Punkten werden sofortige medizinische Maßnahmen notwendig. Schlechte Apgar-Werte müssen jedoch nicht unbedingt bedeuten, dass das Baby krank ist. Manche Babys brauchen nach einer strapaziösen Geburt einfach länger, bis sie sich erholt haben.
Außerdem gehören zur U1 das Wiegen des Neugeborenen und das Messen seiner Körperlänge wie auch seines Kopfumfangs. Das Nabelschnurblut wird bezüglich seines Sauerstoffgehaltes untersucht, Die Hebamme oder der Arzt saugen Fruchtwasser, welches das Baby verschluckt hat, ggf. ab und versichern sich dabei, dass Atemwege und Speiseröhre frei sind. Mit der abschließenden Gabe von Vitamin-K-Tropfen soll eine Unterversorgung, die eine Blutgerinnungsstörung auslösen könnte, ausgeschlossen werden.